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Auf dem Rad oder mit dem Bus auf Wallfahrt nach Kevelaer

Von: P. St.
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Mit neuen T-Shirts und voller Motivation startete die Gruppe der Radwallfahrer der Hansa Blasmusik Simmerath zur Zwei-Tages-Wallfahrt in Richtung Kevelaer. Ursula Gerards (r.) und Gertrud Zisowsky von der Kevelaer-Bruderschaft Simmerath verabschiedeten die Teilnehmer. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wer sich auf eine Wallfahrt begibt, macht das nicht immer zum Vergnügen. Meistens nimmt der Wallfahrer ein Anliegen mit oder er möchte Buße tun. Auf die 18 Teilnehmer der siebten Radwallfahrt der Hansa-Blasmusik Simmerath folgten am Sonntag noch 150 Buspilger aus der Eifel.

Als die Radwallfahrer der Hansa Blasmusik Simmerath am Freitag in Richtung des Marienwallfahrtsortes Kevelaer aufbrachen, war bei Nebel und Nieselregen der Spaßfaktor auch eher überschaubar, aber als Buße dürften die 18 Teilnehmer die zweitägige sportliche Anreise bei weitem nicht empfinden, denn die Stimmung beim Start in der Heustraße war bestens und bestimmt von der Vorfreude, in zwei Tagen den Wallfahrtsort am Niederrhein zu erreichen. Hier wird in diesem Jahr das 375-jährige Bestehen der Wallfahrt gefeiert, und zudem trifft man am Sonntag auf die starke Gruppe der Eifeler Buspilger.

Mit neuen T-Shirts

Zum siebten Mal steuern die Simmerather Musiker auf zwei Rädern den Marienwallfahrtsort an, und die Mischung von Jung und Alt sowie Frauen und Männern zu gleichen Teilen zeigt dem Musikvereins-Vorsitzenden Berthold Wilden, dass dieses Angebot längst etabliert und beliebt ist und man den Teilnahmewünschen weiterer Radfahrer außerhalb des Vereins wegen begrenzter Unterbringungskontingente nicht folgen konnte.

Regensicher verpackt und gut vorbereitet starteten die Radfahrer pünktlich um 9 Uhr. Die neuen türkisfarbenen T-Shirts, die zum Teil von der Simmerather Kevelaer-Bruderschaft gesponsert wurden , kamen unter den Regenjacken leider nicht zur Geltung.

Vor dem Start fanden sich auch Gertrud Zisowsky, die stellvertretende Vorsitzende der Kevelaer-Bruderschaft und Geschäftsführerin Ursula Gerards ein, die der Gruppe den Wunsch mit auf den Weg gaben: „Kommt gut an!“

Seit 1813 pilgert die Pfarre Simmerath nach Kevelaer. 190 Kilometer liegen vor den 18 Teilnehmern. Die Strecke führt ausschließlich über Radwege. Im Kalltal geht es auf den Ruruferradweg bis Wassenberg, und die erste Etappe endete nach 110 Kilometer in der Jugendherberge Brüggen. Am zweiten Tag erreicht man dann Kevelaer, wo ebenfalls eine Unterkunft in der Jugendherberge wartet. Hier werden die Simmerather Radfahrer dann sogleich für das kommende Jahr wieder buchen, denn in der Wallfahrtszeit, die im Juni beginnt, ist der Andrang enorm. Nicht weniger als eine Million Wallfahrer zählt man pro Jahr.

Nach der Tour wird musiziert

Am Sonntag steht dann in Kevelaer auch das Begleitfahrzeug bereit, das die Instrumente und Uniformen der Hansa-Musiker transportiert, denn am Ziel angekommen werden aus den Radfahrern aktive Musiker, die den Kreuzweg und die Schlussandacht musikalisch mitgestalten werden. Hier trifft man mit Buswallfahrern aus der Eifel zusammen. Drei Busse mit insgesamt 150 Teilnehmern starten am frühen Sonntagmorgen in Richtung Kevelaer. Aus der gesamten GdG Simmerath sowie aus Monschau, Roetgen und Schmidt haben sich zahlreiche Teilnehmer angemeldet.

Der Großteil der Radfahrer kehrt am Sonntagabend per Bus zurück, aber fünf Radler schwingen sich am Montag wieder in die Sättel. Dann geht es bei voraussichtlich angenehmen Sommerwetter über Landgraaf entlang der Maas zurück in die Eifel.

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