Auch die Nachbarn sind am Samstag mit dem Radl da

Von: Werner Breuer
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Aachen. Irgendwie schade, dass junge Radler irgendwann erwachsen werden. „Als Kinder und Jugendliche waren wir doch nur mit dem Rad unterwegs”, weiß Fahrradhändler Ole Arndtz, „später kam dann das Moped und irgendwann das Auto.” Und dann verliere man die „Verbindung zum Rad”.

Die wollen Stadt und Städteregion Aachen jetzt wiederbeleben: mit dem dritten Fahrradtag der Städteregion, dem zweiten der Stadt Aachen und dem ersten gemeinsamen. Am kommenden Samstag, 8. Mai, werden Aachens OB Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg am Elisenbrunnen die Veranstaltung eröffnen, die den Westzipflern wieder in den Sattel helfen soll.

Dafür unternehme die Stadt schon jetzt allerhand, erklärt Aachens Umweltdezernentin Gisela Nacken. Sie verweist auf Mobilitätsprojekte an Grundschulen, auf die baldige Markierung der Radwege auf dem Grabenring, die Radstation am Bahnhof oder auch den Fahrrad-Routenplaner, der bald erhältlich sein soll. „Es ist zwar etwas hügelig hier”, so Nacken, „aber es gibt viele schöne Wege, die man mit dem Rad zurücklegen kann”.

Die Nachbarn aus der Städteregion werden sie - sofern noch nicht bekannt - am 8. Mai kennenlernen. „Mit einer Sternfahrt werden die Radler nach Aachen geführt”, sagt Uwe Zink, Nackens Amtskollege aus der Städteregion. Dabei hat man die Wahl zwischen Individual- oder Gruppenreise. Letztere besteht aus geführten Touren mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC), anzumelden unter der Rufnummer 0241/1730031.

Wer lieber alleine loszieht, kann zwischen 9 und 13 an den verschiedenen Startpunkten - darunter auch die alten Bahnhöfe von Brand und Kornelimünster - seine Startkarte mitsamt Toureninfos in Empfang nehmen und losradeln. Mit der Startkarte nimmt jeder Pedaltreter automatisch an einem Gewinnspiel teil und kann mit etwas Glück neben anderen Preisen eines von zwei Fahrrädern gewinnen.

Wer unterwegs einen Platten hat, lernt auch gleich einen der vielen Partner des Aachener Fahrradtages kennen: Der Wabe e.V. richtet einen Pannendienst ein, der havarierte Zweiräder wieder flott macht. Außerdem ist er mit mit einer Fahrradwerkstatt und einem Gebrauchtradmarkt am Elisenbrunnen vertreten. Und auch ein paar Leihräder bringen die Wabe-Leute von der Radstation am Aachener Hauptbahnhof mit, damit die Teilnahme am Fahrradtag auch ohne eigenen Drahtesel möglich ist.

Mit eigenem Rad lohnt sie umso mehr: Die Polizei bietet zum Beispiel Fahrradcodierungen oder einen Sicherheitscheck an. Zudem werden die Ordnungshüter mit Hilfe von Hühnereiern anschaulich-drastisch demonstrieren, wie wichtig Fahrradhelme sind. Auch die Verkehrswacht kümmert sich um die Sicherheit und lässt etwa Besucher an ihrem Stand einmal erleben, wie unsichtbar Radler mit dunkler Kleidung werden können.

Trotz vieler Informationen über Radwegenetze, Knotenpunktsysteme oder die Vennbahntrasse soll es zwischen 11 und 16 Uhr auch „ein buntes Fest” werden, betont Stephanie Küpper, die Projektleiterin der Kampagne „FahrRad in Aachen”. Dafür sorgen nicht zuletzt Darbietungen von Kunstradfahrern des RSC Schwalbe 08, des Schülerzirkus Configurani von der Viktoriaschule oder Live-Musik der Big Band des Pius-Gymnasiums. In einer Ausstellung können zudem besondere Fahrräder wie etwa Eltern-Kind-Tandems, Lastenräder oder andere Exoten bewundert werden. Auf der von Fahrradhändlern betriebenen Teststrecke können zudem sogenannte Pedelecs ausprobiert werden.

Diese Kombination aus Elektroantrieb und Muskelkraft hat es dem Umweltdezernenten der Städteregion angetan. „Das macht Laune”, schwärmt Zink, „damit kann man Rennradfahrer im Berg nass machen.”

Da werden erwachsene Radler wieder jung.
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