Auch die Feuerwehr muss warten

Von: rpa
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Auch die Feuerwehren der Gemeinde Simmerath bekommen die prekäre Haushaltslage zu spüren. Von Zusammenlegungen einzelner Löschgruppen ist aber (noch) nicht die Foto: Archiv/Stollenwerk

Simmerath. Die Feuerwehr im Zentralort Simmerath wird in diesem Jahr mit einem neuen Mannschafts-Transport-Fahrzeug (MTF) ausgestattet. Dafür sind im Entwurf des Haushaltes insgesamt 35.000 Euro veranschlagt. Ursprünglich sollten auch die Wehren in Woffelsbach, Lammersdorf und Rurberg neue Fahrzeuge bekommen.

Doch wegen der angespannten Finanzlage der Gemeinde wird der Kauf dieser Fahrzeuge (ein Löschfahrzeug für Woffelsbach und MTF für Lammersdorf und Rurberg) auf das nächste Jahr verschoben. Dafür hat sich die Feuerwehrkommission einstimmig ausgesprochen.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat dies nun ebenfalls einstimmig beschlossen. So kann der Haushalt in diesem Jahr um etwa 290.000 Euro entlastet werden. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und die Sprecher der Fraktionen im Hauptausschuss lobten die Wehrleute und deren Engagement in den höchsten Tönen. Es sei „enorm”, was die Wehrleute ehrenamtlich leisteten. Die Feuerwehrkommission hat sich deutlich „gegen eine Schließung auch nur eines Feuerwehr-Standortes” ausgesprochen. Als Ausnahme dürfe ein Standort nur dann geschlossen werden, „wenn personelle Probleme in einem Ort einen Fortbestand der Feuerwehreinheit unmöglich machen”.

Stärker würdigen

Um die Arbeit der Wehren noch stärker öffentlich zu würdigen, wird Bürgermeister Hermanns künftig von jedem Löschzug jeweils zwei Wehrleute zum „Tag des Ehrenamtes” einladen.

Für das Jahr 2014 plant die Gemeinde, die Feuerwehr in Lammersdorf mit einem neuen Löschfahrzeug auszustatten, vorgemerkt sind dafür rund 220.000 Euro.

Doch auch für dieses Jahr sind im Haushalt Investitionen für den Brandschutz vorgesehen. Insgesamt gibt es in der Gemeinde 13 Gerätehäuser. In diesem Jahr sollen die Fenster im Gerätehaus Hammer erneuert werden (2500 Euro).

Das Gerätehaus in Lammersdorf soll (im Rahmen des Konjunkturprogramms) energetisch saniert werden, dazu soll ein Ankleideraum angebaut werden. Aus Sicherheitsgründen kann die Einsatzkleidung nicht weiter in den Fahrzeug-Garagen aufbewahrt werden. Für den Anbau sind etwa 10.000 Euro vorgemerkt, für die energetische Sanierung sind 15.000 Euro veranschlagt.

Ein großes Projekt ist der Neubau des Gerätehauses in Steckenborn. Die Gesamtkosten sind auf etwa 610.000 Euro veranschlagt, davon übernimmt die Gemeinde 465.000 Euro und 10.000 Euro für das Baumanagement. Die Löschgruppe und der Feuerwehrförderverein übernehmen etwa 135.000 Euro an Bau- und Einrichtungskosten (Eigenleistung). Mit den Arbeiten wurde bereits im vergangenen Jahr begonnen, in diesem Jahr soll das neue Gerätehaus fertig werden.
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