Attraktivität des Geländes am alten Roetgener Bahnhof steigern

Von: alba
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Wildwuchs am alten Bahnhof in Roetgen: Das Gelände mit dem Wohnmobil-Stellplatz wird wohl vorerst sich selbst überlassen bleiben. Foto: Alexander Barth

Roetgen. Gras und Gestrüpp wuchern rund um die alten Signalanlagen. Die Blumenkübel sind noch „original“ aus einer Zeit, als die Vennbahn noch fuhr. Heute sprießt aus den Betonschalen nur noch Wildwuchs. Der Wohnmobilparkplatz ist ein Schotterfeld, Schlaglöcher machen die Anfahrt zur Geländeprobe.

Die wenigen Mülltonnen quillen immer wieder über. Das Gelände am alten Roetgener Bahnhof hat schon bessere Zeiten – und Zustände – erlebt.

Niemand verantwortlich

Offenbar fühlt sich derzeit niemand für den Zustand verantwortlich. Das Gelände liegt auf belgischem Hoheitsgebiet, wie der gesamte ehemalige Streckenbereich der Vennbahn. Von Seiten der Nachbarn sind aber keine Gärtnerkolonnen in Sicht. Die Gemeinde Roetgen hat das Areal zwischen Vennbahnweg und Bahnhofstraße gepachtet – und wäre somit auch für Beschnitt und Verschönerung zuständig.

Der entsprechende Pachtvertrag läuft Ende des Jahres 2013 nach neun Jahren aus. „Wir befinden uns in Verhandlungen“, erklärt Manfred Wagemann aus der Kämmerei der Gemeinde den Stand der Dinge. „Uns liegt viel daran, den Vertrag zu verlängern.“

Bis es aber soweit ist, will sich die Kommune offenbar zurückhalten, was Arbeiten auf dem Gelände angeht. So lange man nicht wisse, ob der Pachtvertrag weiterlaufe, werde man nicht aktiv werden, sagt Wagemann. Und sonst? „Konkret gibt es derzeit niemanden, der sich um den regelmäßigen Beschnitt des Bewuchses kümmert. Die Gemeinde schaut lediglich nach Müll und Unrat“, erklärt Manfred Wagemann und verweist auf die ebenfalls zurückhaltenden Eigentümer: „Die Belgier geben jedenfalls kein Geld aus.“ Wenn es aber klappen sollte mit dem neuen Pachtvertrag, werde die Gemeinde aber sofort wieder aktiv. Auch den Wohnmobilstellplatz wolle man erhalten.

Ob und wie die Attraktivität des Geländes unweit der Bundesstraße gesteigert werden soll, darüber äußert sich Wagemann zurückhaltend: „Wir werden uns bemühen.“ Der Platz verfügt bislang über keinerlei Infrastruktur wie Stromanschlüsse oder sanitäre Anlagen. Zuletzt habe sich der Verkehrsverein Roetgen um das Gelände gekümmert, erklärt Wagemann. Als dieser jedoch seine Aktivitäten im alten Bahnhofsgebäude beendete, war es auch mit dem gärtnerischen Engagement im „Hinterland“ der ehemaligen Vennbahnstation vorbei.

Das alte Bahnhofsgebäude hingegen will man auch weiterhin nicht „bespielen“, erklärt der Vertreter der Verwaltung. Mit der dauerhaft besetzten Wanderstation habe man einen angemessenen Anlaufpunkt für Radler und Wanderer. „Um das Gebäude dauerhaft zu nutzen, muss man investieren. Und das wird die Gemeinde derzeit nicht tun.“ Womöglich würde es ja noch einmal jemand mit Gastronomie versuchen, sagt Wagemann.

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