Atomkraft-Protest macht vorerst Pause

Von: P. St.
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Rund 110 Teilnehmer beteiligten sich an der Protestaktion in Simmerath. Foto: Peter Stollenwerk

Simmerath. „Abschalten! Abschalten!”, rief eine Gruppe von Kindern so laut es ging. Kartons mit der Aufschrift „Atomkraft? Nein danke!” trugen sie über ihren Köpfen, außerdem gelbe Luftballons.

Junge und alte Menschen aus fast allen Bereichen der Gesellschaft fanden sich am Montagabend in Simmerath zu einer weiteren Mahnwache des Eifeler Bündnisses gegen Atomkraft ein. Etwa 110 Teilnehmer begaben sich auf eine kurze Runde durch Simmerath. Treff- und Startpunkt war am Rathaus, wo Klaus Stockschlaeder vom Aktionsbündnis die Teilnehmer begrüßte und sogleich die Gelegenheit nutzte, für weitere Aktionen zu werben. Man möchte das Informationsangebot zum Stromanbieterwechsel verstärken mit dem Ziel „RWE und Co. zu entmachten.”

So findet am 1. Mai in der Gaststätte Achim & Elke in Konzen ein Stromwechselbrunch statt, wo man sich über „grünen Strom” und die Möglichkeit eines Anbieterwechsel informieren kann. Auch wurden die Teilnehmer aufgefordert, die deutschlandweit stattfindenden Großdemonstrationen am 25. April zu unterstützen.

Der Protestzug bewegte sich über Kammerbruchstraße und Hauptstraße, ehe man am Kreisverkehr Bushof wieder kehrt machte. Die Polizei begleitete die Demonstranten nicht nur mit zwei Streifenwagen, sondern war auch selbst im Protestzug vertreten.

Kurt Bongard aus Dedenborn von der Gewerkschaft Polizei und zugleich Kreisstellenvorsitzender in Euskirchen, erläutert, dass die Gewerkschaft der Polizei nicht nur den DGB als Dachorganisation unterstütze, sondern sich auch in der Verpflichtung sehe, wegen der Opfer in Japan an der Mahnwache teilzunehmen, wie auch den Ausstieg aus der Kernenergie zu unterstützen. Gerade wenn man die jüngsten Irritationen um den Verbleib von radioaktivem Material in Jülich verfolge, werde deutlich, dass nun die Zeit für einen Gesinnungswechsel gekommen sei.

Vermisst wurden von Teilnehmern der Mahnwache die örtlichen Kommunalpolitiker (bis auf Vertreter der Grünen). Zu deren Entschuldigung lässt sich anführen, dass zeitgleich in den Eifeler Rathäusern wichtige Fraktionssitzungen stattfanden.

Das Eifeler Bündnis hat nun beschlossen, dass vorerst montags keine weiteren Protestaktionen mehr stattfinden. Nach einer Pause sollen dann im Mai die Mahnwachen wieder fortgesetzt werden.
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