Artemed will in Geburtshilfe der Eifelklinik investieren

Von: P. St.
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Simmerath. Ein schöneres Abschiedsgeschenk könnte der Krankenhausträger seinem zum Monatsende scheidenden ärztlichen Direktor Dr. Hartmut Wiechmann wohl kaum machen: Die Artemed Kliniken GmbH aus Tutzing möchte in die geburtshilfliche Station der Eifelklinik St. Brigida investieren.

Nachdem diese wichtige und in der Region etablierte Abteilung vor zwei Jahren unter der damaligen Krankenhaus-Trägerschaft der Malteser noch auf der Kippe stand, möchte der Artemed-Klinikverbund, der am 1. September 2010 die Trägerschaft des Simmerather Krankenhauses übernahm, die Geburtshilfe fit für die Zukunft machen.

Diese Absicht bekundeten jetzt Artemed-Geschäftsführer Dr. Ulrich Mauerer sowie Eifelklinik-Geschäftsführer Dr. Sören Eichhorst. Anlass war der Besuch von Karl-Josef Laumann, dem früheren NRW- Gesundheitsminister und heutigen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion bei den Parteifreunden in der Gemein- de Simmerath. Laumann hatte schon während seiner Zeit als Minister den Krankenhaus-Standort Simmerath als unverzichtbar eingestuft und lernte das Haus während seiner schwierigsten Phase kennen. Dank des Einsatzes von Karl-Josef Laumann, blickte CDU-Kreisvorsitzender Axel Wirtz zurück, sei bei dem in Schräglage geratenen Krankenhaus damals „der Durchbruch” erzielt worden.

Seit der Übernahme durch die Artemed-Gruppe von elf Monaten sei in Simmerath „sehr viel passiert”, berichtete Sören Eichhorst. Das Interesse aus der Bevölkerung heraus sei sehr groß, insbesondere seitdem das Krankenhaus mit der Einstellung des neues Chefarztes Dr. Goebels einen veränderten medizinischen Schwerpunkt ( Kardiologie) definiert habe.

Für den in den Ruhestand gehenden Gynäkologie-Chefarzt Dr. Wiechmann sei mit den im Hause befindlichen Oberärzten Dr. Sohr und Dr. Cousin eine reibungslose Nachfolgeregelung gefunden worden. Eichhorst kündigte an, dass die Räumlichkeiten der Geburtshilfe baulich aufgewertet würden. Unter anderem sollen die Kreißsäle neu gestaltet werden.

Die 210 Geburten im vergangenen Jahr sind aus Sicht der Klinikleitung noch steigerungsfähig; Ziel sei es, diese Abteilung langfristig zu sichern und als Aushängeschild des Simmerather Krankenhauses zu stärken.

Erfreut zeigte sich der neue Träger auch darüber, dass das Einzugsgebiet des Krankenhauses immer größer werde. Eine Patientenbefragung ergab eine 99-prozentige Zufriedenheits- und Weiterempfehlungsquote für Simmerath.

Dass innerhalb der Bevölkerung in den zurückliegenden Monaten wieder ein Imagewandel stattgefunden hat, wird für die Eifelklinik nicht nur an der steigenden Belegungsquote deutlich, sondern auch an der Tatsache, dass die Zahl der Mitarbeiter seit Anfang des Jahres von 200 auf derzeit 235 erhöht worden sei.

Axel Wirtz freute sich über diese Entwicklung: „Die quälende Zeit der Diskussion ist vorüber. Das Haus ist in der Bevölkerung angekommen.” Und auch Karl-Josef Laumann sah ganz pragmatisch, dass eine Klinik-Insolvenz auch einen durchaus reinigenden Charakter haben kann: „Man sieht, dass bei der Führung eines Krankenhauses der Träger eine große Rolle spielt.”
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