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Arbeitsreicher Samstag für die Freiwilligen Feuerwehren am Rursee

Von: hes
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Einsatz im Woffelsbacher Yachthafen: Mit ihrem Feuerwehrboot musste die Löschgruppe Rurberg/Woffelsbach den hilflosen Segler bergen, ehe der Notarzt ihn behandeln konnte. Foto: psm
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In einer Schale auf dem Heck des Rettungsquads vom DRK wurde die am Bein verletzte Wandererin vom Honigberg zum Eiserbachseedamm gebracht und von dort aus ins Krankenhaus gebracht. Foto: psm

Rurberg/Woffelsbach. Seerettung, Bergrettung und Sankt Martin – nein, das ist nicht die Aufzählung der Tätigkeitsfelder einer Feuerwehr am Rursee, sondern das Programm, das die Freiwilligen Feuerwehren von Rurberg und Woffelsbach gemeinsam mit zahlreichen anderen Rettungskräften in gut sieben Stunden am Samstag zu bewältigen hatten.

„Da hat man monatelang keinen einzigen Einsatz und dann kommt an einem Tag alles zusammen“, stöhnte Sander Lutterbach, Pressesprecher der Feuerwehr Simmerath.

Eigentlich war der Tag für die Vorbereitungen des Sankt-Martins-Zuges in Rurberg verplant, der für die freiwilligen Helfer mit einigem organisatorischen Aufwand verbunden ist. Knapp zwei Stunden vor der Aufstellung des Zuges aber ereilte ein Notruf die Löschgruppen. Im Woffelsbacher Yachthafen hatte ein Segler offenbar beim Abtakeln einen Herzinfarkt erlitten und musste - in seinem noch auf dem Wasser befindlichen Boot liegend - gerettet werden.

„Da es vom Steg aus nicht möglich war, den Mann zu bergen, mussten wir unser Feuerwehrboot einsetzen, den Patienten vorsichtig umheben und ihn zum Ufer schaffen“, berichtete Lutterbach. Dort wurde der Mann vom per Hubschrauber eingeflogenen Notarzt erstversorgt und dann ins Simmerather Krankenhaus gebracht.

Als sich die Feuerwehrhelfer dann nach Einsatzende gerade auf den Martinszug vorbereiteten (Sander Lutterbach: „Wir konnten ja wegen des Einsatzes nicht die ganzen Kinder sitzen lassen, die sich auf den Zug freuten!“) folgte der nächste Notruf: „Wanderer mit Beinbruch an sehr schwer zugänglicher Stelle auf dem Honigberg bei Rurberg“.

Eine ausländische Wandergruppe, die auch in nur sehr gebrochenem Englisch den Notruf hatte absetzen und ihren Ort trotz Rettungspunkt nur ungenau hatte angeben können, musste von den Helfern erst einmal gefunden werden, wozu die Leitstelle dann auch noch die Löschgruppe Kesternich und den Einsatzwagen alarmierte. Schließlich wurde die Gruppe mit der verletzten Frau entdeckt – allerdings an einer äußerst schmalen Stelle hoch oben auf dem Honigberg. „Von da war ein Abtransport nur zu Fuß oder mit dem Rettungsquad möglich“, so der Wehrsprecher.

Das Quad, das die DRK-Bergwacht vor allem für solche Einsätze im Nationalpark angeschafft hat, transportierte die Verletzte dann in der Trage auf dem Heck liegend zum Eiserbachseedamm. Dort wurde die Frau dem Rettungsdienst übergeben. Erst gegen 21 Uhr war dieser ganz besondere Einsatztag für die Leute der Löschgruppen am Rursee dann beendet – und der Martinszug auch.

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