Monschau - Arbeitskreis: Alt und modern gut kombiniert

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Arbeitskreis: Alt und modern gut kombiniert

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Bei der Führung durch die Gebäude der Firma Dreistegen bewunderten die Vertreter der Heimat- und Geschichtsvereine die gelungene Verbindung aus alter und moderner Bausubstanz. Foto: Manfred Huppertz

Monschau. Die Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Monschauer Landes traf sich in Monschau, bei der Firma Dreistegen GmbH. Der Firmeninhaber Dr. Oliver Kayser stellte, kompetent begleitet von seiner Frau Andrea, den Teilnehmern sein Firmenkonzept vor.

Die meisten Heimatkundler haben wahrscheinlich die Darstellung des physikalischen und chemischen Prozesses bei der Behandlung von den verschiedensten Werkstücken nicht ganz verstanden, waren aber begeistert von dem Aufbau dieser jungen Firma. Technisches Können, verbunden mit einer harmonischen Unternehmenskultur, Heimatbewusstsein und Bodenständigkeit sind hier in einer vorbildlichen Weise vereinigt.

Dr. Kayser betonte, dass man die Schwierigkeiten, die sich beim Aufbau eines Unternehmens aus einer Ruine ergeben, „Gott sei Dank am Anfang nicht vorstellen kann, dann aber bei jedem Entwicklungsschritt zäh und unverdrossen jedes Problem lösen muss“, so Kayser. So hat er aus den vier Gebäuderuinen des alten Scheiblerischen Fabrikgebäudes, auch in Verbindung mit dem Denkmalschutz, eine vorzeigenswerte Firmenniederlassung geschaffen.

Am Ende der Führung kamen die Teilnehmer in das „Hochhaus“ genannte Gebäude, wo man sehr gut die denkmalschutzgerechte Renovierung an dem Bauwerk bewundern konnte. Insbesondere die Kombination alt/modern ist hervorragend gelungen. Selbst ein Teil der ehemaligen Energieerzeugung mit Wasserkraft soll demnächst wieder genutzt werden, nachdem man erreicht hatte, die alten Wasserrechte der Anlage zu behalten.

Beiträge im Heimatkalender

Wegen vieler Nachfragen erläuterte dann im neu eingerichteten Seminarraum Gabriele Harzheim, die Redakteurin des Monschauer Jahrbuchs, einige Regeln für die Abgabe von Beiträgen für den sogenannten Heimatkalender. Viele der Teilnehmer sind nämlich auch Hobbyautoren für das Monschauer Jahrbuch, und beim Schreiben gilt es immer einige Grundsätze und Regeln zu beachten.

Heinz Mertens stellte dann in einem Beitrag den Arbeitskreis „Monschauer Verzöllche“ aus der Altstadt vor. Dieser Kreis hat sich aus dem Ortskartell entwickelt. Er will kulturelle Aufgaben wahrnehmen und finanzieren; dazu koordiniert er auch die jährlich anfallenden Termine und veranstaltet ein Pfarrfest. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel Besuche bei Jubiläen oder Geburtstagen, die früher meist vor Ort erledigt wurden. Die Mitglieder treffen sich jeden zweiten Mittwoch in ungeraden Monaten. Aktuell beschäftigt man sich mit der Auflistung aller Geschäfte, die es früher mal in Monschau gegeben hat.

Als letzter Tagesordnungspunkt stand die Sachstandsabfrage zu dem Thema „Flüchtlinge im Monschauer Land nach dem 2. Weltkrieg“ an. Hierzu soll 2019 eine Dokumentation erstellt werden. Zunächst berichtete als Gast Prof. Dr. Lange kurz aus der Familienchronik seines Vaters, die unter anderem die Flucht nach dem 2. Weltkrieg thematisiert. Sein Vater war 1949 als Ostvertriebener Lehrer in der Volksschule Rohren geworden. Viele Lehrer im Monschauer Land kamen damals aus Schlesien und unterrichteten nach dem Krieg in den hiesigen Dörfern. Prof. Dr. Lange will sich mit einem Essay an der Dokumentation der Heimat-AG beteiligen.

 

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