Simmerath - Anschluss an den Rest der Welt: Datenfeldweg wird Schnellstraße

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Anschluss an den Rest der Welt: Datenfeldweg wird Schnellstraße

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Wilkommen in der Neuzeit: Auch Hammer, Huppenbroich, Eicherscheid und die Lammersdorfer Waldsiedlung sollen bis Mai mit einer schnellen Internetverbindung versorgt werden. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Viele Ortschaften haben es schon lange, sogar Dedenborn hat sei gut einer Woche. Aber Hammer, Huppenbroich und Eicherscheid haben es noch nicht: Eine schnelle DSL-Verbindung in das weltweite Datennetz. Wer in diesen Ortschaften im Internet surfen will, muss geduldig sein.

Dabei zeigen sich beispielsweise die Hammeraner sehr flexibel und nutzen alle technischen Möglichkeiten aus, die sich ihnen bieten. Einige gehen über ihre Telefonleitung via ISDN oder Modem ins Netz, andere nutzen ihr Mobiltelefons für die Verbindung zur digitalen Außenwelt. Anders als in Großstädten gibt es aber auch dabei eine eingeschränkte Geschwindigkeit. Sogar die Verbindung via Satellit wird genutzt, allerdings ist da die Hardware sehr teuer.

Noch sind Hammer, Huppenbroich und Eicherscheid quasi isoliert. Anders als in Städten müssen auf dem Land weite Strecken mit entsprechenden Leitungen überbrückt werden. Das rechnet sich für die Anbieter nicht immer.

Die Leerrohre für die Glasfaserleitungen von Eicherscheid nach Hammer liegen zwar schon eine Weile, aber noch machen sie ihrem Name alle Ehre und sind eben leer. Im nächsten Schritt wird die Telekom Firmen beauftragen, die Eicherscheid mit Huppenbroich und Huppenbroich mit Simmerath zu verbinden. Und dann können die Rohre mit Glasfaserkabeln gefüllt werden.

Die Gemeinde Simmerath hat zwei Kooperationsverträge mit der Telekom abgeschlossen. In diesen Verträgen hat sich die Gemeinde verpflichtet, einen Teil der Kosten zu übernehmen. Nur so kann sie allen Bewohnern eine angemessene Internetverbindung ermöglichen. „Diese Deckungslücke können wir aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanzieren”, sagt Günter Kaulen von der Gemeinde. Über die Höhe der Kosten, die die Gemeinde tragen wird, gab es allerdings keine Auskunft.

Die Telekom hat die Arbeiten bereits ausgeschrieben. Letzte Woche ging bei der Gemeindeverwaltung die Nachricht ein, dass Eicherscheider, Huppenboicher und Hammeraner ab Mai im Netz surfen können. Das ist zwar noch lange hin, aber es ist immerhin früher, als viele Anwohner erwartet hatten.

Der zweite Kooperationsvertrag betrifft Lammersdorf. Dort sollen einige Straßenzüge und zudem der Bereich Waldsiedlung angebunden werden.

Auch die Firmen im Rollesbroicher Gewerbegebiet können sich künftig auf das „High-Speed-Surfen” freuen. Zwar herrscht dort keine Unterversorgung, „aber einige Firmen müssen größere Datenmengen übertragen”, weiß Kaulen. Ein Zeitplan dafür steht allerdings noch nicht.
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