Simmerath/Vossenack - „Angemessener Beitrag” für das Gymnasium Vossenack

„Angemessener Beitrag” für das Gymnasium Vossenack

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Simmerath/Vossenack. Rund 30.000 Euro im Jahr hat die Gemeinde Simmerath im vergangenen Jahr als freiwillige Unterstützung an das private Franziskus-Gymnasium Vossenack gezahlt. Die Zahlung beruhte auf einer vertraglichen Vereinbarung.

Nach zehnjähriger Laufzeit endet der Vertrag nun zum 31. Dezember 2010. Die Gemeinde hat „vorsorglich” und vorbehaltlich der Entscheidung des Gemeinderates, den Vertrag gekündigt.

Diese Maßnahme hat nun die Eltern in der Gemeinde Simmerath auf den Plan gerufen, die nun mobil machen, damit die Gemeinde diese Unterstützung auch weiterhin zahlt. 275 Schüler aus Gemeinde Simmerath besuchen derzeit das Gymnasium Vossenack. Die erste Gelegenheit, ihr Anliegen auch im politischen Raum mit Nachdruck zu vertreten, bot am gestrigen Abend die Fragestunde zu Beginn der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates.

Gleichzeitig hat die Elterninitiative auch einen Antrag an den Generationen-, Schul- und Sozialausschuss gestellt, damit dieser eine entsprechende positive Empfehlung an den Rat ausspricht, der in seiner nächsten Sitzung am 14. Dezember entscheidet.

In dem Antrag der IG Franziskus-Gymnasium heißt es, dass Eltern und Schüler des Franziskus-Gymnasiums „mit großem Unverständnis” zur Kenntnis genommen hätten, dass die Gemeinde Simmerath den Vertrag für die Gewährung eines jährlichen Unterstützungsbeitrages für die Schule gekündigt habe: „Wir Eltern dachten, dass es gesellschaftlicher Konsens ist, der Bildung von Kindern eine hohe Priorität einzuräumen. Wir können uns deshalb nicht vorstellen, dass die Einstellung der Zahlungen an Schulen politisch gewollt ist.” Gerade jetzt befinde sich das Gymnasium in schwierigen Situation, hergerufen durch den Weg in Richtung Ganztagsschule, Mittagsverpflegung und verkürztes Abitur.

Außerdem gebe es große Herausforderungen zu bewältigen, was die Gebäudesanierung und Ausstattung der Schule betreffe. Daher möge die Unterstützung auch weiterhin mit einem „angemessenen Beitrag” fortgesetzt werden.

Insgesamt geht es für das Vossenacker Gymnasium um einen Betrag von 200.000 Euro, der durch Zuschüsse aufgefangen werden muss. Das Vossenacker Gymnasium wird im Gegensatz zu staatlichen Schulen lediglich zu 94 Prozent finanziert. Die fehlenden sechs Prozent wurden in den vergangenen zehn Jahren durch Zuschüsse von Bistum Aachen, Kreis Düren und den Kommunen Hürtgenwald, Stadt Nideggen und Gemeinde Simmerath aufgebracht.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bittet unterdessen um noch ein wenig Geduld. Die Gemeinde Simmerath wurde am 1. September bereits seitens des Franziskus-Gymnasiums zur Frage der weitere Kostenbeteiligung angesprochen.

In seiner Antwort an Schulleiter Pater Peter Schorr erläutert Hermanns, dass die Gemeinde Simmerath dem bisherigen Finanzierungsmodell zwar „wohlwollend” gegenüberstehe, aber der Gemeinderat erst dann in der Lage, ein Entscheidung zu treffen, wenn Gespräche mit der Stadt Monschau „über eine stärkere Zusammenarbeit im schulischen Bereich” erfolgt seien.

Auf jeden Fall aber werde noch im Jahr 2010 eine Entscheidung aus Simmerath erfolgen.
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