Altstadt-Feuerwerk auch dieses Jahr tabu

Von: Julia Bäumler
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Mit Schnee ist zum Jahreswechsel nicht zu rechnen und Raketen werden in Monschau wohl am Burgau aufsteigen. Grund dafür: Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist im historischen Kern der Monschauer Altstadt nach wie vor nicht gestattet. Fotoarchiv: Archiv/P.Stollenwerk

Monschau. Bald ist es soweit: Dann wird der Himmel wieder hell erleuchtet sein von dem bunten Feuerwerksspektakel an Silvester. Raketen werden hochsteigen, jede Menge Feuerwerkskörper werden losgelassen und das neue Jahr 2013 wird begrüßt. Doch ein Stück Himmel muss auch dieses Jahr wieder dunkel bleiben: Den Bewohnern der Monschauer Altstadt ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nach wie vor untersagt.

Die am 31. Dezember 2010 eingeführte „Allgemeinverfügung über das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in der historischen Altstadt“ bleibt weiterhin zum Schutz der alten Gebäude bestehen. Das heißt, dass auch in diesem Jahr das Feuerwerk über der Altstadt ausbleiben muss.

Besonders begrüßt wird diese Einrichtung von der Freiwilligen Feuerwehr Monschau, so der Sprecher der Feuerwehr, Heiner Sauren. Es sei sinnvoll, im Kern von Altstädten keine Raketen abzuschießen. Die Gefahr, dass Raketen im Dachstuhl landen, sei enorm hoch, und dort könnten sie schnell einen Brand verursachen.

Besonders die enge Bebauung und die Beschaffenheit der Gebäude erhöhe das Brandrisiko, teilt die Stadt Monschau mit. Das Gefahrenpotenzial eines ausbrechenden Brandes sei schlicht zu hoch, da dieser durch Übergreifen auf benachbarte Häuser die Stadt lichterloh brennen lassen würde. „Die Brandgefahr geht hier sowohl von den Fachwerkbauten als auch von den unvermeidbaren Eintrittsmöglichkeiten (schlecht sitzende Schieferplatten an Dächern, Dachläden, Lüftungsöffnungen oder Traufen) für aufsteigende Feuerwerksraketen aus“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Monschau. Es sei zu berücksichtigen, dass die Silvesterraketen eine Temperatur von bis zu 2000 Grad erreichen können und die Brandgefahr somit außer Frage zu stellen sei.

Somit ist das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II, wie zum Beispiel Raketen, Schwärmern und Knallkörpern zum Schutz des historischen Altstadtkerns nicht gestattet.

Weiterhin kündigt die Stadt Monschau an, in der Silvesternacht an den Zufahrtstraßen, sowie an auffallenden Stellen, wie dem Markplatz, Warnschilder aufzustellen, die auf das Verbot hinweisen werden.

Parkplatz Burgau als Alternative

So müssen sich die Bewohner der Altstadt auch in diesem Jahr damit abfinden, dass es für sie vor ihrem eigenen Haus kein Feuerwerk geben wird. Doch die Monschauer müssen die Silvesterparty nicht gleich absagen und den Kopf hängen lassen, schließlich hat sich die Stadt eine Möglichkeit überlegt, wo trotzdem geknallt werden kann. Am Burgau wird aus diesem Anlass in der Silvesternacht das Parken auf dem nicht überdachten Bereich des Parkplatzes verboten und dieser zum Abbrennen von Silvesterraketen für die Altstädter zur Verfügung gestellt. Hier kann dann nach Lust und Laune so viel abgefeuert werden, wie einem lieb ist. Und so können auch die Monschauer und alle Besucher das neue Jahr mit einem prächtigen Feuerwerk begrüßen.

Eine weitere Alternative fand Wolfgang Kaever, der Inhaber des Cafés „Weekend“, der dieses Jahr schon zum zweiten Mal in der anliegenden Markthalle eine Silvesterparty veranstalten wird. Doch eine Silvesterparty ohne Feuerwerk gibt es nicht. Daher besorgte Kaever einen so genannten „Skybeamer“, der Licht an die Gebäude und je nach Wolkenlage in den Himmel schießt. Dieses Spektakel diene sowohl als Erkennungsmerkmal, und auch als Feuerwerksersatz.

Selbst bis Mützenich kann die Monschauer Altstadt dann doch noch ein wenig leuchten, ob mit oder ohne Feuerwerk.

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