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Alt-Kennzeichen „MON“ wieder wahrscheinlicher

Von: P. St.
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Bald mehr als nur Nostalgie an Monschauer Trockenmauern? Das „MON“-Kennzeichen, vor 40 Jahren aus dem Verkehr gezogen, steht vor der Wiedereinführung. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der Altkreis Monschau, im Jahr 1972 durch die kommunale Neugliederung aufgelöst, erlebt eine kleine Wiedergeburt. Mehrheitlich stimmte in seiner jüngsten Sitzung der Städteregionsausschuss der Wiedereinführung des Kfz-Kennzeichens „MON“ zu. Dabei hatte die Verwaltung der Städteregion etwas anders im Sinn.

Sie hatte sich in der Beschlussvorlage gegen die Einführung ausgesprochen. Die Begründung lautete wie folgt: Das Interesse, das Identifikationsmerkmal „AC“ für die Städteregion zu erhalten sie höher zu bewerten als das Individualinteresse einer einzelnen regionsangehörigen Kommune. CDU, Grüne und UWG sahen das aber anders und stärkten mit ihrer Befürwortung das Individualinteresse der Eifelregion.

Seit dem 1. November 2012 bestand nach einer Gesetzesänderung im Land auch für die Städteregion Aachen die rechtliche Möglichkeit, die Wiedereinführung des Altkennzeichens „MON“ beim Land Nordrhein-Westfalen zu beantragen.

Die Stadt Mo nschau reagierte umgehend und beantragte im Dezember bei der Städteregion, das Altkennzeichen „MON“ wieder einzuführen. Damit würde man einem Herzenswunsch vieler Bürger entsprechen.

Insgesamt hatten sich nur sieben von 30 Kreisen in NRW für eine Wiedereinführung von Altkennzeichen ausgesprochen, darunter auch der Kreis Düren für „JÜL“ (was inzwischen zu einem riesigen Erfolg wurde) und der Kreis Euskirchen für „SLE“.

Der Städteregionstag hatte in der Sitzung am 29. März 2012 die Wiedereinführung des Altkennzeichens „MON“ als Wahlkennzeichen einstimmig abgelehnt.

Die Ablehnung der Wiedereinführung wurde damit begründet, dass schon mit der seinerzeitigen Gründung des Zweckverbandes Straßenverkehrsamt Aachen die klare Zielsetzung der Vereinfachung des Kennzeichens „AC“ umgesetzt worden sei. Diese Vereinfachung würde durch die Wiedereinführung von „MON“ wieder ausgehebelt. Und: „Darüber hinaus haben sich die Einwohner der Städteregion Aachen nach über 40 Jahren an das AC-Kennzeichen gewöhnt.“

Das „AC“-Kennzeichen sei „ein wichtiges Identitätsmerkmal“ für die Zugehörigkeit zur Städteregion Aachen. Dies zu Gunsten einer Individualidentifikation einer einzelnen Stadt aufzugeben, erscheine auch vor dem Hintergrund des damit verbundenen Verwaltungsaufwandes nicht angezeigt. Gerade die individuelle Identifikation war es jedoch , die auch die Befürworter des „MON“-Kennzeichens als schlagendes Argument anführten.

Zu den leidenschaftlichen „MON“-Befürwortern gehört seit Jahren auch Heimatforscher Berthold Thoma aus Kalterherberg. „Für Monschau wäre das eine erstklassige Werbung“, argumentierte Thoma und fand Unterstützung bei Prof. Ralf Bochert von der Hochschule Heilbronn, der das Thema seinerzeit ins Rollen brachte, weil er in der Wiedereinführung von Altkennzeichen einen „Mehrwert für die Regionen“ sah.

Wenn es nun zur Wiedereinführung des „MON“-Kennzeichens kommt, können dies übrigens nicht nur Kfz-Besitzer im Altkreis Monschau beantragen, sondern es wäre für gesamte Städteregion offen, wie das NRW-Verkehrsministerium mitteilte.

Es spricht also einiges dafür, dass das „MON“-Kennzeichen bald keine Seltenheit mehr sind. Derzeit sind noch 87 Alt-Kennzeichen im Umlauf; die meisten befinden sich an Traktoren oder Anhängern.

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