Simmerath - Allseits „große Überraschung” über die Brauers-Demission

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Allseits „große Überraschung” über die Brauers-Demission

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. „Völlig überrascht” war man beim Kreis, bei der Gemeinde und beim Komitee „Rettet das Simmerather Krankenhaus” über die Demission des Malteser-Geschäftsführers Wolfgang Brauers.

Brauers wollte sich auch am Dienstag nicht zu den Gründen für seinen Abschied von St. Brigida äußern. Aus seinem familiären Umfeld hieß es lediglich, er müsse die „Situation zunächst verarbeiten”. Die Malteser Trägergesellschaft in Köln hatte tags zuvor mitgeteilt, dass Wolfgang Brauers die Malteser verlasse, um sich nach zwölf Jahren „beruflich neu zu orientieren”.

Als „schlimm und für das Komitee völlig überraschend” bezeichnete Claus Brust den Vorgang. Noch in der vergangenen Woche habe man mit der Malteser Trägergesellschaft zusammengesessen und über die Perspektiven des Hauses gesprochen. Dabei seien Vokabeln wie „ehrlich” und „vertrauensvoll” gefallen. Auf die Frage, warum Geschäftsführer Brauers nicht auch an dem Gespräch teilnehme, habe man die Antwort erhalten, der sei an diesem Tag verhindert.

Claus Brust: „Wir finden diese Form des Umgangs nicht gut. Das Komitee wird sich noch in dieser Woche zusammensetzen und beraten, wie wir mit der Situation umgehen.”

„Der Herr Bürgermeister und ich sind von dieser Nachricht völlig überrascht worden”, erklärte Simmeraths Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns. Nicht einmal der „Buschfunk” habe etwas getrommelt, betonte der Beigeordnete, der leicht pikiert reagierte, dass auch bei dem Info-Gespräch, zu dem Karl Prinz zu Löwenstein in der vergangenen Woche geladen hatte, „kein Hinweis gegeben” worden sei. Hermanns: „Die Gemeinde wird mit den Maltesern darüber noch zu reden haben.” Wichtig für das Krankenhaus sei es jetzt, dass der laufende Betrieb weiter reibungslos über die Bühne gehe und das Haus in ruhiges Fahrwasser komme. Hermanns: „Es muss dringend Vertrauen aufgebaut werden. Ansonsten müssen wir abwarten, wie sich die Dinge entwickeln.”

Kreisdirektor Helmut Etschenberg hätte erwartet, dass es beim Informationsgespräch in der vergangenen Woche „im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit” einen Hinweis auf diese Personalie gegeben hätte: „Die Nachricht hat uns im Kreishaus völlig überrascht.” In der vergangenen Woche habe man mit den Maltesern zusammengesessen und gute Nachrichten über die Umstrukturierung und die Standortsicherung des Krankenhauses erhalten, und, so Etschenberg, es wäre auch gut gewesen, wenn die Gesprächsteilnehmer einen Hinweis auf ein bestehendes personelle Problem erhalten hätten. „Wir werden unsere Meinung in einem Schreiben an den Träger noch ausführlich darlegen”, schloss Etschenberg diplomatisch.

Die Mitarbeitervertretung des Krankenhauses wird sich zu der Personalie nicht äußern, wie Dr. Guido Schneiders erklärte: „Warum sollten wir das tun?”
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