Roetgen - Alle guten Dinge sind in Roetgen drei

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Alle guten Dinge sind in Roetgen drei

Von: heg
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„Es ist geschafft”: Der TV Roetgen weihte am vergangenen Wochenende den dritten Teil seiner Halle ein. Bei der Eröffnung wurden auch zahlreiche Mitglieder geehrt.

Roetgen. Die „Vollendung einer Vision” hat der TV Roetgen am Sonntag mit der Einweihung des dritten Hallenteils seiner vereinseigenen Sporthalle gefeiert. Es war ein Nachmittag der Ehrungen und Danksagungen für eine großartige Leistung, die in den 1990er Jahren mit dem Bau des ersten Hallenabschnitts begonnen und jetzt mit der Einweihung des dritten abgeschlossen wurde.

Vorsitzende Margit Marquardt konnte dazu neben den großen und kleinen Vereinsmitgliedern viele Gäste begrüßen. Mehr als 20 Jahre habe sich der Verein damit befasst, durch den Bau einer eigenen Halle und der zweimaligen Erweiterung Bewegungsräume zu schaffen für kindgerechten und gesundheitsorientierten Sport sowie den Handballern eine ihrer Spielklasse entsprechenden Heimstatt zu bieten, blickte die Vorsitzende zurück.

Ehrenamtliche Arbeit

Viele Mitglieder hätten für das Drei-Millionen-Objekt über Jahre hinweg einen Großteil ihrer Freizeit geopfert und ehrenamtlich Außerordentliches geleistet. Allen daran Beteiligten, darunter Stefan Brasse, der von Beginn an als Architekt verantwortlich zeichnete, galt ihr besonderer Gruß und Dank, ebenso wie Bürgermeister Manfred Eis, der Verwaltung und dem Gemeinderat für die große Unterstützung und Amtshilfe.

Die Geistlichkeit war durch die Pfarrer Hans-Georg Schornstein und Jens-Peter Bentzin vertreten, die in einer ökumenischen Andacht die neue Halle einsegneten und dabei alle Sportler zu fairen Wettkämpfen und einem guten Miteinander aufriefen.

„Für Euch haben wir gebaut, ihr seid die Zukunft des Vereins”, freute sich die Vorsitzende über einen Auftritt der Jüngsten aus allen Abteilungen, mit dem sie ihren Dank für die schöne Halle ausdrückten, die ihnen jetzt viele neue Möglichkeiten für Spiel und Sport bietet.

„Heute dreht sich alles um das Ehrenamt”, stellte Bürgermeister Manfred Eis in seinem Grußwort heraus. Als Motor, dessen Name untrennbar mit den Hallenbauten verbunden bleibt, stellte der Bürgermeister Heinz Stoffels heraus.

Mit vielen Zahlen untermauerte auch der Repräsentant des Landessportbundes, Harald Dudzus, die Leistungen des Vereins. Er erinnerte daran, dass neben dem Hallenbau ja auch der Vereinsalltag durch 80 Übungsleiter mit rund 4800 ehrenamtlichen Stunden pro Jahr bewältigt wurde. Hinter diesen nüchternen Zahlen stecke viel Idealismus und Herzblut. Mit Ehrenurkunden würdigte der Landessportbund das Wirken von drei Männern, die über Jahrzehnte hinweg dem Verein als aktive Sportler, als Übungsleiter und Trainer und nicht zuletzt als Vorstandsmitglieder verbunden waren.

Der Turner Werner Kreitz als Vorsitzender sowie die Handballer Heinz Stoffels als Geschäftsführer und Ingo Stoffels als Kassierer, vereinsintern liebevoll das Triumvirat genannt, haben bereits in jungen Jahren Verantwortung übernommen und von 1968 bis 1995 gemeinsam die Geschicke des TV gelenkt.

Vorsitzende Margit Marquardt, seit 2002 als erste Frau an der Spitze des mittlerweile über 2000 Mitglieder zählenden Vereins, sowie ihr Vorgänger und jetzige 2. Vorsitzende Dirk Heeren würdigten besonders Werner Kreitz als ihr großes Vorbild. Der TV Roetgen würdigte seine Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Unter den zahlreichen Ehrungen, die dem gesamten Bauteam zuteil wurden - je nach den durch die Ehrenordnung festgelegten Regularien gab es Verdienstnadeln sowie silberne und goldene Ehrennadeln für ca. 25 Mitglieder - ragten zwei besonders heraus. Herbert und Wilma Gronloh, die nicht nur bei allen bauten immer wieder mit Hand angelegt, sondern sich seit vielen Jahren auch mit großem Engagement als Hausmeister um die Sporthalle verdient gemacht haben, wurden anlässlich ihrer Verabschiedung in den Ruhestand zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Kleine Gemeinde, großer Einsatz

In seiner ausführlichen Laudatio auf alle Geehrten erinnerte Dirk Heeren auch daran, dass eine erste vereinseigene Halle an der Hauptstraße (heute Ofenhalle Franke) schon 1930 eingeweiht und damit auch die finanzielle Basis für alle weiteren Bauten gelegt werden konnte.

Zum Abschluss zitierte er die Worte, mit denen Heinz Stoffels seine Einweihungsrede für die erste Halle 1992 beschloss: „Unsere Vorgeneration hat das Werk begonnen, wir haben es fortgeführt. Mein Wunsch ist es, dass die nachfolgende Generation das Werk durch die Erweiterung vollendet.” „Wir haben diesen Wunsch erfüllt”, stellte Dirk Heeren mit berechtigtem Stolz fest und mit stehenden Ovationen wurde das gesamte Bauteam gefeiert.

Als erster der zahlreichen Gratulanten würdigte Städteregionsrat Helmut Etschenberg, dass in der kleinsten Gemeinde in der Städteregion das größte Engagement zu finden sei, das in dieser Form selbst bundesweit vorbildlich und nicht alltäglich sei.

Der vom Jugendorchester der Musikvereinigung Roetgen umrahmte Festakt ging über in einen Tag der offenen Tür. Die Vorführungen des eigenen Nachwuchses wurden eingeleitet von den Gästen, der Video-Clip-Formation „Dash Dancers” aus Imgenbroich und den spektakulären Sprüngen der „Artistic Jumpers” aus Remscheid.
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