Roetgen - Aldi-Markt nun doch wieder an der Bundesstraße?

Aldi-Markt nun doch wieder an der Bundesstraße?

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Roetgen. Errichtet die Firma Aldi nun doch einen Markt an der Bundesstraße in Roetgen? Der Projektentwickler ZVM hat erneut einen Antrag bei der Gemeinde gestellt, den Discountermarkt an der Bundesstraße 38-40 zu bauen.

Das wäre exakt an jener Stelle, die vor zwei Jahren von der schwarz-grünen Ratsmehrheit aus Gründen des Anwohnerschutzes abgelehnt worden war.

„Da sich die Mehrheitsverhältnisse im Rat geändert und wir die Planung etwas modifiziert haben, hegen wir berechtigte Hoffnungen, dass das Vorhaben nun umgesetzt werden kann”, so ZVM-Geschäftsführer Egon Schreck am Montag im Pressegespräch.

Unterstützt wird der Projektentweickler, der vor allem Aldi- und Rewe-Märkte in der Region ansiedelt, von der Interessengemeinschaft „Gemeindeverträglicher Einzelhandel in Roetgen”, die am Montag mit einem offenen Schreiben an Bürgermeister Manfred Eis und die Roetgener Ratsfraktionen den Antrag begleitet.

„Die Interessengemeinschaft "Gemeindeverträglicher Einzelhandel in Roetgen" befürwortet Einzelhandel, der die Belange des ansässigen Handels und der Anwohner berücksichtigt”, schreibt die IG und äußert sich kritisch zum Einzelhandel an der Faulenbruchstraße: „Dies gilt für die vorliegende Planung, die Aldi und REWE oder Edeka sowie weitere Märkte an der Faulenbruch-/Bundesstraße ansiedeln möchte, nicht. Die dortige Ansiedlung von Einzelhandel würde die im Zentrum ansässigen Geschäfte schädigen. Dies bringt auch das gültige Einzelhandelskonzept der Gemeinde Roetgen zum Ausdruck, das am geplanten Standort keinen Einzelhandel vorsieht. Die schutzwürdigen Interessen der Anwohner werden ebenfalls nicht beachtet. Der an- und abfahrende Verkehr brächte unzumutbare Lärmbelastungen mit sich, nicht zuletzt auch durch den Anlieferverkehr der Lkws. Ein Projekt zur Ansiedlung eines Aldi-Marktes ist daran schon einmal gescheitert. Letztlich wäre die Erschließung nicht oder nur mit sehr hohem, gemeinwohlunverträglichen Aufwand, herzustellen. Die Kapazität des vorhandenen Kanals reicht zur Entwässerung nicht aus. Auf der Bundesstraße soll ein Kreisverkehr gebaut werden, für den kaum Platz da ist und der den Verkehr auf der Bundesstraße behindern würde”, listet die IG Gründe auf, die gegen die Faulenbruchstraße sprechen.

All dies, so die insgesamt 25 Geschäftsleute, gelte für das geplante Alternativprojekt zum Bau eines Aldi-Marktes an der Bundesstraße 38-40 nicht. Anwohner und Handel würden hierdurch nicht beeinträchtigt: „Anwohner liegen weiter entfernt und wären dem Lärm nicht so ausgesetzt. Der örtliche Handel würde durch den zentrumsnahen Standort gestärkt”, fordert die Interessengemeinschaft daher die politischen Vertreter der Gemeinde Roetgen auf, die Planung an der Bundesstraße 38-40 zu unterstützen. Damit könne auch der vorhandene Edeka Markt an der Rosentalstraße nach Vergrößerung bestehen bleiben.

Die öffentliche Sitzung des Bauausschusses beginnt am Dienstag um 18 Uhr im Sitzungssaal des Ratauses.
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