Konzen - Afrika-Missionar Bruder Theo Call auf Heimatbesuch in Konzen

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Afrika-Missionar Bruder Theo Call auf Heimatbesuch in Konzen

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Bruder Theo Call, Weißer Vater der Afrika-Missionare, in „seinem“ Kabanga. Die Albinokinder, die in dem afrikanischen Land diskriminiert werden, liegen ihm besonders am Herzen. Foto: A. Jansen
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Vor fünf Jahren, im Mai 2013, war Bruder Theo Call (hinten, 4. v. r., mit Elke und Martin Krings sowie Schulleiterin Marion Wernerus) zuletzt in seiner Heimat Konzen und berichtete gemeinsam mit den Grundschulkindern von seiner Arbeit in Afrika. Foto: H. Schepp

Konzen. Bruder Theo Call ist nach fünf Jahren wieder in Konzen. Es ist sein Urlaub. Jedes Jahr steht ihm ein Monat zu, er könnte nun fünf Monate hierbleiben. Er bleibt jedoch nur drei, denn „es ist wichtiger, dort zu sein als hier“, sagt Theo Call.

Es ist auch kein richtiger Urlaub, denn seine Arbeit steht bei den Terminen des Fördervereins „Bruder Theo Call, Weißer Vater der Afrika-Missionare“, und den Treffen mit den Menschen hier vor Ort im Vordergrund.

80. Geburtstag gefeiert

Im Dezember 2017 feierte Bruder Theo Call sein 50-jähriges Missionsfest in Kabanga. Als er nach Kabanga kam, gab es 2000 Einwohner, jetzt sind es 15.000. Am 31. März feierte er seinen 80. Geburtstag in Kabanga.

Am Donnerstag, 19. April, 18.30 Uhr, sind nun im Saal bei Achim und Elke alle Freunde, Mitglieder, Gönner und Interessierte eingeladen. Der Förderverein berichtet dort über die Arbeit in Afrika, und jeder kann Bruder Theo Call dort persönlich kennenlernen

Das, was er in 50 Jahren in Afrika auf die Beine gestellt hat, ist kaum alles aufzuzählen: Schulen, Krankenhaus, Unterkünfte für Albinos, Kirchen, Wasserkraftwerk, Windmühlen, Brunnen für Trinkwasser, Leitungen, Kläranlagen, Werkstätten, Schlosserei, Schreinerei, Gärtnerei, Landwirtschaft, Bauunternehmen ... Er bildet immer wieder Menschen aus und gibt ihnen Arbeit und Lohn. Ein Arbeiter erhält im Durchschnitt zwei Euro pro Tag.

Ein Tag bei Theo Call beginnt um 6 Uhr mit einem Gebet. Anschließend geht es in die Morgenmesse. Danach wird in den Werkstätten der Tag koordiniert. Um 8 Uhr gibt es Frühstück, bevor es an die Arbeit geht. Mittagspause ist um 12 Uhr. Weiter geht es mit der Arbeit bis 16 Uhr. Um 18 Uhr gibt es das Abendessen mit anschließendem Abendgebet um 19 Uhr mit den Priestern. Nach dem Abendgebet wird gemeinsam der vergangene sowie der folgende Tag besprochen. „Wem und wo muss geholfen werden?“ ist eine zentrale Frage dabei.

Baumprojekt

Am Montag besuchte Theo Call bereits Mitglieder des Rotary-Clubs Monschau-Nordeifel in Fringshaus wegen eines gemeinsamen Projekts. Dieses Projekt wird folgendermaßen ablaufen: Jedes Mitglied der rotarischen Gemeinschaft soll symbolisch einen Baum pflanzen. Der Rotary-Club Monschau-Nordeifel hat sich mit dem Rotary-Club Aachen-Charlemange über den Rotarier Thomas Zehnpfennig zusammengetan. Der Aachener Club stiftete 75 Bäume und der Nordeifeler Club 100 Bäume im Gesamtwert von 3500 Euro.

Bruder Theo Call wird über den Förderverein nunmehr einen Hektar Land an seiner Afrikanischen Wirkungsstätte kaufen, um Bäume anzupflanzen. Dort werden Bäume gefällt für den Bau von Möbeln und Häusern sowie, vielmehr noch, für die Feuerstellen einer jeden Hütte. Die Nachhaltigkeit bleibt bei der Holznutzung allerdings auf der Strecke.

Theo Call pflanzt immer wieder neue Bäume an, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Für die Wasserturbine in Kabanga, wo der Strom für das Krankenhaus, die Werkstätten und die Schule produziert wird, pflanzte er 30.000 Bäume an. Sie beeinflussen das Mikroklima, sorgen für Wolkenbildung und ausreichend Wasser für die Turbine, welche durch das Wasser aus dem angrenzenden See betrieben wird. Dort sollen auch die neuen Bäume gepflanzt werden.

Die neue Fläche muss in den ersten zehn Jahren besonders gepflegt werden, damit die Bäume wie gewünscht wachsen.

 

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