Radarfallen Blitzen Freisteller

60 Jahre gemeinsam durch ein bewegtes Leben

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
7763216.jpg
Felix und Antonia Matheis aus Simmerath feiern am Samstag in Vossenack das Fest der Diamantenen Hochzeit. Foto. Anneliese Lauscher

Vossenack. Sie sind 60 Jahre lang gemeinsam durch ein bewegtes und arbeitsreiches Leben gegangen, nun feiern Antonia und Felix Matheis aus Simmerath am kommenden Samstag, 24. Mai, das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Sie verbringen ihren Lebensabend im Geschwister-Louis-Haus in Vossenack, dort wird auch gefeiert.

Antonia Matheis, geb. Kaulartz, Jahrgang 1928, stammt aus Höfen, ihr Mann Felix Matheis, Jahrgang 1927, ist Simmerather. Er war zum Glück zu jung, um am Krieg teilzunehmen. Jedoch erinnert er sich an die abenteuerliche Flucht, als die Front immer näher kam. Vier Wochen haben er und seine Familie im Feld campiert, in einer notdürftig aufgebauten Baracke. In Wollseifen fand die Familie kurze Zeit Schutz. Die Amerikaner nahmen den 17-Jährigen gefangen, weil sie ihn für einen Soldaten hielten. „Ich hatte mir so ein Koppel umgebunden“, erzählt Felix Matheis.

Im März 1945 kam er nach Hause, wo seine Eltern in der Bickerather Straße ihren landwirtschaftlichen Betrieb hatten. Er besuchte die Winterschule in Imgenbroich, diese war eingerichtet worden für Jungen, die in der Landwirtschaft arbeiteten; dort lernte er zunächst den Bruder seiner späteren Frau kennen und schließlich bei einem Bauernball auch seine Antonia.

Am 24. Mai 1954 fand die standesamtliche Hochzeit statt und am 26. Mai die kirchliche Trauung in Höfen. Antonia Matheis, die im Höfener Wald eine Aufgabe gefunden und unter der Regie des Försters viele Bäume gepflanzt und gekalkt hatte, zog nun nach Simmerath. Sie war dann bei der Gemeinde beschäftigt und 15 Jahre lang als Raumpflegerin der Hauptschule tätig. Ihr Mann übernahm die Landwirtschaft seiner Eltern. „Wir hatten sieben Kühe, dazu Jungvieh, Schweine und über hundert Hühner“, berichtet er. Es gab Arbeit von früh bis spät. Dazu verdiente er Geld als Gemeindearbeiter, ca. 20 Jahre lang war er bei der Gemeinde Simmerath beschäftigt.

Im Jahre 1972 beschloss er, die Landwirtschaft aufzugeben. Die beiden Söhne und die Tochter waren aus beruflichen Gründen weggezogen, es machte keinen Sinn mehr, diese Arbeit fortzusetzen. „Heute gibt es in Simmerath keine Kuh mehr“, weiß Felix Matheis. „Nachdem wir das Vieh abgeschafft hatten, sind wir auf Reisen gegangen“, sagen die Beiden. Lächelnd erinnern sie sich an eine schöne Israel-Reise, die sie unter Leitung des inzwischen verstorbenen Diakon Friedhelm Grewe gemacht haben; auch Griechenland und die Insel Elba haben sie besucht, sogar in den USA sind sie gewesen.

Der Simmerather Schützenbruderschaft St. Johannes fühlten sie sich stets verbunden, Felix Matheis war zweimal Schützenkönig, seine Frau Antonia errang einmal die Königswürde.

Seit einem Jahr wohnen sie nun im Geschwister-Louis-Haus. Hier fühlen sie sich wohl; sie loben die aufmerksame Zuwendung von Heimleitung und Personal: „Wir sind hier sehr zufrieden.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert