Rurberg/Woffelsbach - 46.000 bestaunen „Rursee in Flammen”

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46.000 bestaunen „Rursee in Flammen”

Von: Heiner Schepp
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Gute Musik, viele Menschen: Rursee in Flammen war ein voller Erfolg. Foto: Heiner Schepp

Rurberg/Woffelsbach. Das nennt man dann wohl einen guten Draht zum Himmel: Pünktlich zum großen Ansturm auf Rurberg und Woffelsbach klangen am Samstag die Regenschauer ab und ließen das Rurseefest 2009 sogar begleitet von viel Sonne über die Bühne gehen.

46.000 Besucher strömten nach Polizeischätzung in die beiden Orte und sorgten für zufriedene Gesichter bei Organisatoren, Schaustellern und den rund 300 ehrenamtlichen Helfern.

„Bei richtig warmem Sommerwetter hätten wir diesmal die 50000 geknackt”, verwies Cheforganisator Sander Lutterbach auf die doch recht frischen Temperaturen und auf deutlich schlechteres Wetter noch am Nachmittag im Aachener und Kölner Raum, das vielleicht den ein oder anderen davon abhielt, in die Eifel zu fahren. Trocken war es auch schon am Vorabend geblieben, als rund 600 Leute zur Radioparty mit dem Sender 100,5 kamen.

„Die aktiven Woffelsbacher”

Ein wenig nass - von unten sowieso, aber da auch noch von oben - wurden am Samstag nur die Teilnehmer des Drachenbootrennens in der Woffelsbacher Bucht (eigener Bericht folgt). Doch was ein echter Drachenbootpirat ist, den stören ein paar Tropfen nicht, und so tummelten sich schon am Samstag mit 26 Botsteams (á 16 bis 20 Ruderer), ihren Begleitungen und vielen Zuschauern große Besucherscharen rund um die „Woffelsbacher Mitte”.

Dort hatte ein 25-köpfiges Team unter dem Namen „Die aktiven Woffelsbacher” für weitere Attraktionen gesorgt, die die Gäste gerne annahmen. „Es soll ein Anfang im kleinen Rahmen sein, den wir weiter ausbauen möchten”, berichtete Thomas Schneider, der Inhaber der „Flotten Theke” und Initiator des kleinen Feuermarktes an der Bucht. Schneider kündigte an, vom Erlös des Tages „etwas für die Woffelsbacher zu tun” und Dinge zu finanzieren, „für die die Gemeinde kein Geld hat”.

Auf dem Feuermarkt wie auch am Randweg der Woffelsbacher Bucht und auf der Festwiese am Drachenfels ließ es sich bei herauskommender Sonne schön flanieren. Immer mehr Besucher strömten heran und stärkten sich an den Getränke- und Grillständen. Besonders hoch im Kurs: Die Woffelsbacher Wolfswurst, eine würzige Grillwurst in Chinakohl mit Malzbrötchen und Frischkäsesauce, die nicht nur am Stand der „Rurseeklänge” reißenden Absatz fand.

In Anbetracht der Wettervorhersage hatten Gerhard Schmitz und die vielen Freiwilligen der Vereine noch flugs ein paar Zelte aufgebaut, doch gottlob blieb es trocken, und die Besucher in Woffelsbach konnten unter freiem Himmel den Klängen der Showband Melano, der Tanzkapelle „Nice Guys” und Schlagersternchen Roberta lauschen.

Freie Sicht auf den See

Das schöne Bild rundeten zahlreiche Segelboote auf der Woffelsbachseenplatte ab, die bei zeitweise lebhaftem Wind die Oldtimer Classic Regatta austrugen.

Am späteren Nachmittag rollte die Blechlawine dann auch wieder Richtung Rurberg, „Jetzt geht´s los”, frohlockte Sander Lutterbach mit einem begeisterten Blick in den blauen und sonnigen Himmel. „Wir wollten etwas Neues ausprobieren und ein wenig weg vom Frittenbuden-Image”, verwies der Organisationsleiter auf den Kulinarischen Schlemmermarkt auf der Festwiese im Sief.

Dort kredenzte Paula schier unzählige Sorten Monschauer Senf, mixten Kristine, Matthias und Jochen von der MUH (Milch-Union Hocheifel) leckere Drinks „mit und ohne Umdrehungen” und ungewöhnlicher Rezeptur (probierenswert: Erdbeermilch mit Basilikum und grünem Tabasco!) und zog Bäcker Ralf Kiesbye knusprigen Flammkuchen aus dem Steinofen. Nebenan kredenzte das Team vom Landhaus Roeb gehobene regionale Küche: „Entenbrust in Gewürzkruste mit Eifeler Obstwiese” hieß der Schmaus in der Pfanne, den Koch Florian Deuster spektakulär flambierte.

„Ohne Frittenbude geht es nicht, aber wir haben den Markt diesbezüglich schon etwas optimiert”, berichtete Sander Lutterbach. Ein weiterer Pluspunkt: Die Seeseite am Seeuferweg war erstmals fast frei von Markt- und Imbissständen, so dass die Besucher freien Blick auf die vielen Schiffe, auf das Wasserspiel der Feuerwehr auf dem Oberseedamm und später am Abend auf die tanzenden Lichter im See hatten.

Musikalisches Feuerwerk

Das höchste Besucheraufkommen konzentrierte sich auf der festwiese am Antoniushof, wo die Band „For Example” vor geschätzten drei- bis viertausend Zuhörern ihr musikalisches Feuerwerk abbrannte. Diese Band hat´s einfach drauf, fesselt die Massen mit einer mitreißenden Show für Augen und Ohren und der besten Musik aus mindestens 30 Jahren Rock und Pop.

Zuvor hatten auf der selben Bühne „Die Weisweiler” bewiesen, dass auch ein Fanfarenkorps „aafrocke” kann. „Ein Glücksgriff”, freute sich Sander Lutterbach über das Engagement der Truppe in den legeren blauen Anzügen. Auch auf der Festwiese im Sief erklang Musik: Zunächst unterhielt die stattliche Musikvereinigung aus Roetgen mit traditioneller, aber auch moderner Blasmusik, dann sorgte „Hello live” für Rock, Pop, Stimmung und Tanz unter freiem Himmel.

„Aaaah!” und „Ooooh!”

Den Höhepunkt bildeten natürlich auch in diesem Jahr die Feuerwerke in Rurberg und Woffelsbach. Begleitet von illuminierten Schiffen, bengalischem Feuer am Seeufer und einem wahren Lichtermeer entfachte sich der bunte Feuerzauber über den Rurseeorten und entlockte den Besucherscharen manches „Aaaah!” und „Ooooh!”

Vielleicht sorgten die doch recht frischen 12 Gard um Mitternact dafür, dass die Gäste etwas früher abrückten - die Hartgesottenen hatten mit einer Jacke vorgesorgt oder tanzten sich zu „For Example” einfach warm.
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