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40 Jahre Vogelbeobachtungen: Bestände gehen zurück.

Von: gük
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Zilpzalp, Fitis und Waldlaubsänger: Alle drei Arten brüten in der Eifel und sind in ihrem grünlich-braunen Farbkleid sehr ähnlich. Wenn sie nicht gerade singen, werden sie meistens im dichten Gebüsch übersehen.

Nordeifel. Nahe verwandt mit den Grasmücken ist die Gattung der Laubsänger, von denen drei Arten in der Nordeifel brüten: Zilpzalp, Fitis und Waldlaubsänger. Alle drei Arten sind in ihrem grünlich-braunen Farbkleid sehr ähnlich, wobei besonders schwierig Fitis und Zilpzalp an ihrer äußeren Gestalt zu unterscheiden sind.

Wenn sie nicht gerade singen, wird man sie meistens im dichten Gebüsch übersehen. Aber durch ihren unermüdlichen Gesang sind vor allem Zilpzalp und Fitis nicht zu überhören.

Der Name des Zilpzalp, der in England Ciffchaff und in Holland Tjiftjaf genannt wird, ist eine laut-malerische Nachahmung seines Gesanges, den man im Frühjahr sehr häufig bei uns hören kann. In der 2. Märzhälfte kommt er aus seinen Winterquartieren im Mittelmeerraum zurück, wobei die früheste Beobachtung jedoch schon am 27. Februar 1995 in Mützenich registriert wurde.

Normalerweise ziehen die letzten Zilpzalpe spätestens in der zweiten Oktoberhälfte weg, aber in den letzten drei Jahrzehnten wurden auch noch spätere Ziehende beobachtet, so zum Beispiel wurden m Jahre 2000 noch zwei am 24. Dezember in Woffelsbach beobachtet. Bei uns ist der fast nie abbrechende Gesang in fast allen Gebieten zu hören: Hecken, Parks, Friedhöfe, Wälder mit viel Unterholz. Er fehlt lediglich auf den freien Hochflächen, in Wäldern ohne Unterholz und in Siedlungen ohne Dickichte und Gebüsche.

Ganz anderer Gesang

Der Fitis sieht bis auf wenige Merkmale so aus wie der Zilpzalp, hat aber einen völlig abweichenden Gesang, so dass er zumindest in der Brutzeit gut zu bestimmen ist. Auch er brütet in Laub- und Mischwäldern aller Art mit genügendem Unterholz, Auwälder, Gewässerufer. Hier ernährt er sich wie der Zilpzalp vor allem von Spinnen und Insekten. Im Sommer und Herbst ergänzen Beeren und Früchte sein Nahrungsspektrum.

In einigen Bereichen unserer Region ist der Fitis seltener als der Zilpzalp. Am häufigsten kann man ihn im Venn und am Vennrand hören, während er in den Tallagen der Rur nur relativ selten vorkommt. Zwischen 1998 und 2008 wurden zwischen Dedenborn und Einruhr an einer bestimmten Strecke in der Monatsmitte alle Vögel gezählt. Dabei wurden im Juni 1999 fünfzehn Zilpzalpe gehört, aber nur fünf Fitise. In den letzten Jahren wurden an dieser Strecke überhaupt keine Fitise mehr vernommen.

Der Waldlaubsänger ist die seltenste Laubsängerart in unserer Heimat und ist als Baumbewohner nur in geschlossenen Laubwäldern anzutreffen, vor allem in Buchenwäldern. Er ist etwas größer als Zilpzalp und Fitis und hat eine lebhaft grüne Oberseite mit gelblichem Schimmer.

Der schwirrende Gesang ist erst ab Mitte Mai zu hören, wenn der Vogel aus seinen Überwinterungsquartieren im tropischen Regenwald in Afrika zurückgekehrt ist. Bei uns ist der Waldlaubsänger ein seltener, wenn auch regelmäßiger Brutvogel in den großen Laubwäldern wie im Nationalpark, in den Forsten Dedenborn, Wahlerscheid, Roetgen und Zweifall.
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