40 Jahre Jugendfeuerwehr: Nachwuchskräfte machen Leistungsnachweis

Von: ho
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Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr aus Wegberg machten bei ihrer vorgetragenen Löschangriffsübung zur Freude der Zuschauer durch überlaute Kommandos auf sich aufmerksam, die beim Einsatz das Knattern der Pumpe spielend übertönt hätten. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Feuerwehruniformen bestimmten am Samstag das Ortsbild in Lammersdorf. Vom Parkplatz der Firma Junker an der Jägerhausstraße bis hin zum Sportplatz an der Schießgasse traf man überall junge Wehrleute und dazu noch jede Menge Feuerwehrwagen an. Bei dieser Masse von „Feuerfightern“ dachte so manch Vorbeifahrender im Ausflugsverkehr an einen Großbrand, was sich jedoch, dem heiligen St. Florian sei Dank, als falsch erwies.

Die über 350 jungen Feuerwehrleute aus ganz Nordrhein-Westfalen waren nach Lammersdorf gereist um hier in einem ganztägigen Wettbewerb ihre sogenannten Leistungsspangen zu erwerben. Ausrichter dieses Leistungsnachweises war die Jugendfeuerwehr Lammersdorf, die an diesem Wochenende als älteste Simmerather Jugendwehr ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Mit Stolz konnten die Ausrichter darauf hinweisen, dass dieser Wettbewerb zum ersten Mal in Simmerath veranstaltet wurde. Wenn man zum Jungvolk der angereisten Wehrleute noch die Begleitpersonen rechnete, hatte die Lammersdorfer Feuerwehr an diesem Tag 450 Personen zu Gast, so dass man schon von einer kleinen Mammutveranstaltung reden konnte.

Organisation mit Bravour

Jugendfeuerwehrwart Dieter Lux und Löschgruppenführer Lutz Johnen waren am Ende der Veranstaltung dann auch ziemlich stolz, dass man dieses Feuerwehr-Event mit Bravour gestemmt hatte. Dazu gab es am Ende Lob von höchster Stelle. Kreisbrandmeister Bernd Hollands und Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Welsch lobten die Gastgeber in den höchsten Tönen. Dieses war am Ende auch für die Teilnehmer an diesem Wettbewerb zu hören, da alle den Prüfstein der Leistungsspange bestanden hatten und sich die Auszeichnung mit Stolz an die Uniform stecken lassen konnten.

Bereits am Vorabend war die Jugendfeuerwehr aus dem sauerländischen Finnentrop angereist und hatte sich in der Jugendherberge in Rurberg einquartiert. Die anderen 34 Jugendfeuerwehren von Dortmund bis Schleiden waren dann am frühen Samstagmorgen in Lammersdorf eingetroffen. Hierunter auch eine Gruppe aus Polen, die zu Gast bei der Herzogenrather Wehr war und die später auch mit der Leistungsspange ausgezeichnet wurde. Für die Gastgeber hatte an diesem Tag der Wecker früh geklingelt. Bereits um 6.30 Uhr hatte ein Team im Feuerwehrhaus an der Hoscheidter Straße damit begonnen, über 600 Brötchen zu schmieren. Und am Mittag gingen schließlich über 500 Essen (Nudeln mit Bolognese) über den Tresen des Versorgungszeltes. Sicher auch eine erwähnenswerte Art von Leistungsnachweis.

Zum offiziellen Beginn hatte sich dann das gesamte Feuerwehr-Heer auf dem Sportplatz versammelt, wo Dieter Lux auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und den stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck begrüßen konnte. In ihren Grußworten wünschten sie den jungen Wehrleuten aus NRW viel Erfolg beim anstehenden Leistungsnachweis. Die Abnahme der Leistungsspange stellt in der Ausbildung der Feuerwehrleute einen wichtigen Prüfstein dar, woran man mit 15 Jahren und nach einem Jahr Zugehörigkeit zur Jugendfeuerwehr teilnehmen kann. Während auf dem Pflaster des Junker-Parkplatzes der 1500 Meter-Staffellauf durchgeführt wurde, fanden die anderen Übungen rund um den Lammersdorfer Sportplatz statt. An der Skaterbahnanlage stand der Kugelstoßwettbewerb an, wo die Wertungsrichter die Eisenkugeln zwischen 5,30 Meter und 8,40 Meter aufschlagen sahen. Zusammen musste die jeweilige Gruppe 55 Wurfmeter schaffen. Auf dem heiligen Rasen des TuS war Schnelligkeit gefragt. Diagonal über den Sportplatz mussten die jungen Wehrleute im Eiltempo Schläuche ausrollen und verbinden.

Um die korrekte Ausführung eines Löschangriffes nach Dienstvorschrift ging es auf dem Nebenplatz, wo die Gruppen Rohre und Schläuche an Pumpen und C-Rohre anschlossen. Von den Zuschauern gab es hier immer wieder Beifall für die lautstarken Kommandos, die über den Platz schallten. Am Ende dann nochmals großes Feuerwehr-Kino auf dem Lammersdorfer Sportplatz. Alle 35 Gruppen aus Nordrhein-Westfalen hatten sich hier zu einem imposanten Bild versammelt, um die Leistungsspangen in Empfang zu nehmen.

Bernd Hollands und Ralf Welsch vergaßen dabei nicht, der Lammersdorfer Wehr für die perfekte Organisation ihren Dank auszusprechen. Hollands zeigte sich gegenüber den jungen Wehrleuten von deren Leistungen beeindruckt und war überzeugt, dass man sich um die Zukunft der Feuerwehr keine Sorgen machen müsse.

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