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3000 Gäste bei Eröffnung des Vogelsang-Kinos

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Neueröffnung in Vogelsang: Das Atrium und der voll besetzte Kino-Saal. Foto: Vogelsang ip/ Roman Hövel

Vogelsang. Diese Bilanz lässt sich sehen: 3000 Gäste nahmen das neue Vogelsang-Kino als neues Kulturzentrum des Standortes für sich in Besitz. Am Sonntag, 18. März 2012, öffnete die Vogelsang ip gemeinnützige GmbH mit einem „Tag des offenen Kinos” den Blick hinter die Kulissen. Gut ein Jahr dauerten die von EU, NRW, Bund und Region geförderten Umbau- und Sanierungsarbeiten.

„Wir hatten damals Ängste ausgestanden, da wir nicht wussten, was passieren würde, wenn wir den belgisch verwalteten NATO-Truppenübungsplatz Camp Vogelsang verlassen. Heute stelle ich fest: Hier leisteten gefestigte Demokraten tolle Arbeit”, brachte es der ehemalige Kommandant des „Camp Vogelsang”, Viktor Neels, in einer Diskussionsrunde im Atrium auf den Punkt.

Euskirchens Landrat Günter Rosenke bedankte sich für das Vertrauen in den Konversionsprozess und die deutsch-belgische Freundschaft: „Diese war eine wichtige Voraussetzung für den heutigen Erfolg.” Beide waren ebenfalls die Schirmherren des „Konzerts von der Region für die Region”.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Standortentwicklungsgesellschaft Manfred Poth ergänzte: „Wir alle stehen hier dafür ein, dass Vogelsang ip ein Raum der Völkerverständigung, des Dialoges und der Freiheit ist.” Die Neueröffnung sei ein wichtiger Meilenstein für den Konversionsprozess.

Auch Johannes Bortlisz-Dickhoff, Aufsichtsratsvorsitzender der Vogelsang ip gemeinnützige GmbH, betonte die programmatischen Ziele, die mit dem Vogelsang-Kino verbunden sind: „Der Landschaftsverband Rheinland ist Hauptgesellschafter der Vogelsang ip gemeinnützige GmbH und bürgt für die Erinnerungsarbeit. Uns ist wichtig, dass Räume für die Bildungsarbeit zur Verfügung stehen - auch über 2014, der Fertigstellung des Forum Vogelsang - hinaus.”

Vize-Regierungspräsidentin Ulrike Schwarz: „Mit dem zurückhaltenden, aber optimalen Umbau im Saal und den angrenzenden Räumen ist es gelungen, die Entstehungs- und Kulturgeschichte des Kinos erlebbar zu machen.”

Zuvor ließen sich die Besucher vom ausführenden Vogelsang-Kino-Architekten Markus Ernst durch die neuen Räumlichkeiten führen. Dazu gehören der denkmalgerecht sanierte Saal, die temporäre Besucherinformation, die Gastronomie, die Tagungsräume und Büros. Die Gäste sparten nicht mit Lob - vor allem das neue „Atrium” gefiel.

Auch die kostenfreien Führungen zur Geschichte des Kinos waren voll. Vogelsang-Historiker Klaus Ring und Vogelsang-Referent Luc Bruyland, ehemaliger Mitarbeiter des belgischen Militärs, berichteten, wie aus dem von den Nationalsozialisten als Hörsaal des „Haus des Wissens” geplanten Ort das belgische Kino des „Camp Vogelsang” wurde.

Insgesamt wurden über 600 Gäste durch die Räume geführt. „Die Nachfrage zur Geschichte Vogelsangs ist ungebrochen”, bemerkte Klaus Ring.

Das Konzert von der Region für die Region war ausverkauft. Es folgte ein Potpourri vom „Egerländer Marsch” über Gilbert Bécaud bis zu Josef Bach. Die Musikvereine Concordia Dreiborn, MV Schöneseiffen, Eifelklänge Herhahn-Morsbach und die Bergmusikanten Ettelscheid boten zunächst ihr Einzelprogramm. Zum Finale waren zusammen 130 Musiker auf einer Bühne.

Das Vogelsang-Kino ist Teil des Gesamtprojekts Forum Vogelsang, das insgesamt mit 35,1 Mio. Euro veranschlagt ist. Die Kosten für den Umbau des Kinos betrugen zwei Millionen Euro.
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