2500 Fans schnuppern erstmals die Luft des neuen Tivoli

Von: Hans-Peter Leisten
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Sie waren die gefragtesten Personen gestern Abend: Die Mitarbeiter, die die Tivoli-Karten und Dauertickets mit Bargeld aufluden. Zur Spielpremiere am kommenden Montag brauchen diese Teams noch deutlich Verstärkung. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es war gerade mal 19.04 Uhr, und die ersten Nörgler schüttelten tatsächlich mit dem Kopf: Einigen wenigen ging das alles nicht schnell genug am Eingang zum neuen Tivoli. Dabei hätten sie sich nur eine Minute gedulden müssen und gesehen, dass das elektronische Einlasssystem am Stadion funktioniert.

Denn genau darauf kam es den Alemannia-Verantwortlichen an: möglichst originalgetreu eine Situation vor einem Spiel zu simulieren. Oder wie Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer es ausdrückte: „Wir haben bewusst eine Drucksituation erzeugt, um zu sehen, ob sich das System bewährt.” Zu früh wollte er noch kein fachliches Resümee ziehen, aber er sagte auch: „Wenn ich mir die Körpersprache unserer Verantwortlichen ansehen, dann können wir vermutlich zufrieden sein. Der Test heute war sehr wichtig.”

Testpersonen waren die, auf die im Grunde neben den Kickern alles ankommt: die Fans. 2500 hatten sich anmelden können, um einen Schnupperkurs in Sachen Tivoli II zu absolvieren. Und interpretiert man die Gesichter und Kommentare richtig, dann hat dieser Schnupperkurs wohl Lust auf mehr gemacht.

Wer sich bislang keine Karte für die Stadioneröffnung am kommenden Montag gesichert hat, der muss seine Kartenpremiere auf das Heimspiel am 30. August verschieben. Möglicherweise gehen noch einige wenige Tickets aus dem Pauli-Rücklauf am Montagabend selbst in den Verkauf, aber grundsätzlich gilt: ausverkauft! Wer zu spät gekommen ist, kann also erst dann testen, wie ihm das neue System gefällt.

Probleme gab es am Abend nur in Einzelfällen.

„Im erwarteten Rahmen müssen wir die Feinabstimmung verbessern”, bilanzierte der zuständige Mann für das Stationsystem, Christof Ehlen. Aber das bekomme man hin. Gleiches gilt sicher auch für die orange gekleideten Mitarbeiter, die Bargeld entgegennahmen und auf die Tivoli-Karten für Käufer von Einzeltickets oder alternativ auf die Dauerkarten einspeicherten. Sie hatten alle Hände voll zu tun und mussten geduldig lange Schlangen abarbeiten.

Die fest installierten Ladestationen an den Kiosken bedürfen ebenfalls noch der Nachrüstung. Aber das System funktioniert. Und beim Ernstfall am 17. August werden sie gewiss in anderer Mannschaftsstärke auflaufen. Der Rest des Abends war Genuss, ein erstes Probesitzen auf dem neuen Sitz und ein erstes emotionales Andocken an die fußballerische Zukunft.

Arbeiter bei Unfall schwer verletzt

Bisher gab es auf der Mammutbaustelle neuer Tivoli kaum Unfälle. Kurz vor dem Ende der Bauarbeiten änderte sich das am Mittwochmorgen jedoch. Ein Handwerker erlitt einen heftigen Stromschlag. Feuerwehr und Rettungsdienste rückten an, der Mann wurde vom Notarzt versorgt. Anschließend brachte ihn der Rettungswagen ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen zum Glück nicht.
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