Eicherscheid - 150 Jahre „Eifelklänge” in Eicherscheid

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150 Jahre „Eifelklänge” in Eicherscheid

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Eicherscheid. 150 Jahre alt wird im Jahr 2003 der Musikverein „Eifelklänge” Eicherscheid.

Dieses denkwürdige Ereignis wird am Wochenende zusammen mit dem 48. Aachener Kreismusikfest (4. bis 6. Juli) gefeiert.

Zum sechsten Mal bereits findet das Kreismusikfest im Golddorf statt, kein anderer Verein der Region war schon so oft der Ausrichter.

Anlässlich des Doppelereignisses hat der Verein ein abwechslungsreich gestaltetes Magazin herausgegeben, um in Wort und Bild vor allem auf die jüngste Geschichte des Vereins einzugehen.

Der erste Name des Vereins war „Lyra”

1853 gründeten Eicherscheider Bürger einen Musikverein. Sie nannten ihn, in Anlehnung an das antike Saiteninstrument, „Lyra”. Dieser Name wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Heimat verbundenen Begriff „Eifelklänge” ersetzt.

Bei Vereinsgründung lebten in Eicherscheid rund 920 Menschen. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zählte das Orchester 14 Aktive; es wurde von Mathias Förster dirigiert.

Seinen Taktstock übernahm 1925 Ewald Kaulard und behielt ihn bis zum Zweiten Weltkrieg.

Dem Krieg fielen auch etliche junge Eicherscheider Musiker zum Opfer. Doch bald sorgten tatkräftige Männer wie Alois Fink, Robert Förster, Alois Jansen, Martin Heinrich Küpper, Robert Kaulard und Edmund Röhrlich dafür, dass auch neues Musikleben entstand.

So kam es, dass am Weißen Sonntag 1947 das Blasorchester zu Ehren der Kommunionkinder und zur Freude der Bevölkerung ein Konzert gab.

Zu Proben trafen sich die Orchester-Mitglieder in ihren Privatwohnungen oder nutzten leerstehende Gebäude. Musikalischer Leiter der „Eifelklänge” in der Nachkriegszeit war Edmund Röhrlich; er übte sein Amt bis 1954 aus. Sein Nachfolger wurde Hubert Baumgarten, der den Dirigentenstab anschließend an Hauptlehrer Rudolf Latzel abgab.

Ein neues Kapitel seiner bewegten Geschichte schlug der Verein 1953 auf. Im Jahr der 100. Gründungswiederkehr übernahm ein komplett veränderter Vorstand Verantwortung. Zum Vorsitzenden wurde Martin Heinrich Küpper gewählt, der Paul Baumgarten ablöste.

Das 100-jährige Bestehen schuf einen würdigen Anlass, zu Pfingsten ein weiteres großes Fest zu feiern. Spielleute und Gäste aus dem gesamten Monschauer Land und sogar aus Ostbelgien waren nach Eicherscheid gekommen, dem „Geburtstagskind” zu gratulieren. Die „Eifelklänge„ zählten damals allein fast 200 fördernde Mitglieder.

1973 begann ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Vereinsgeschichte. Karl Jansen wurde mit dem Vorstandsvorsitz betraut und Nachfolger von Alois Fink. Dieser hatte dem Orchester seit 1968 vorgestanden.

Orchester wurde deutlich verstärkt

Bereits die Jahre ab 1974 standen ganz im Zeichen des nahenden 125-jährigen Vereinsbestehens. Es galt im Hinblick auf dieses Großereignis den Klangkörper von 28 Musikern beträchtlich zu erhöhen. Es gelang: 1978 verfügten die „Eifelklänge” über 42 Aktive. Allein 16 Jugendliche konnten gewonnen werden.

Karl Jansen war ab Mitte 1974 Dirigent des Orchesters. Er übernahm den Dirigentenstab von seinem Onkel Jakob Jansen. Zwei entscheidende „Generalproben” gingen dem „125-Jährigen” voraus und gediehen zu glänzenden Leistungsbeweisen und künstlerischen Standortbestimmungen. 200 Gäste im Saale Hilgers-Röder waren am 1. Dezember 1974 begeistert, als sie die „Eifelklänge” mit überzeugenden Darbietungen hörten.

Der erste öffentliche Auftritt nach Jahren bildete für die Musiker zugleich den Anlass, sich ihrem Publikum in neuen Uniformen zu präsentieren.

Mitte der 90-er Jahre erlebten die „Eifelklänge” einen einschneidenden Umbruch. Die im Laufe von Jahren erzielten Leistungen und Ausbildungserfolge sprechen eine deutliche Sprache.

Als ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der „Eifelklänge„ erwies sich 1989 der Vorstandsbeschluss, zur musischen Schulung und Talentförderung des Eicherscheider Nachwuchses die ersten diplomierten Musikpädagogen zu engagieren.

Damit wurde der Weg zu fortschrittlichem Musikunterricht mit der reellen Aussicht auf gesteigerte Leistungsstärke und damit zu verbessernder Klangqualität frei. 1993 wurde mit Roland Kirch der erste bezahlte Dirigent eingestellt. Er verließ seine Schützlinge nach rund einem Jahr und wirkte danach in Aachen und Berlin.

Bis 1995 übernahm Rolf Baumgarten das Dirigentenamt. Zur Kirmes in diesem Jahr wurde der jetzige Dirigent Thomas Schrouff in sein Amt eingeführt.


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