11. Wirtschaftstag in Monschau: Kunterbunter Mix für jeden Geschmack

Von: ess
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In einem Wettbewerb der Landwirte konnte man seine Geschicklichkeit beim Melken unter Beweis stellen.

Monschau. Wenn am Sonntag Kalterherberger Kirmes gewesen wäre, dann hätte garantiert die Sonne geschienen. So aber war Kirmes in Höfen, und dann regnet es halt, wissen Einheimische. Das hat in der Eifel Tradition, ein reichlich abgegriffener Begriff, den man allerdings angesichts der 11. Ausgabe des Wirtschaftstages allmählich bemühen darf.

Es war, wie in den Jahren zuvor ein bunter Mix aus Handwerk, Dienstleistung und Unterhaltung, der auf dem großen Victor-Areal in Imgenbroich die Besucher anlockte, und trotz der zum eil heftigen Wasserrationen von oben, in Scharten. Beim Unterhaltungsprogramm, ob Hundetraining, Tanz oder Livemusik, wurde bisweilen etwas improvisiert, aber es ging.

Der Nordeifeler ist in Sachen Wetter nicht pingelig und erträgt es mit Fassung, wenn es ihm zwischendurch kurzzeitig ins Bier regnet. So war denn auch Werner Krickel, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmen (AMU) freudig überrascht, dass „trotz dieses Wetters so viele Leute gekommen sind”. Das Klang nach Zufriedenheit, auch wenn Krickel natürlich noch nicht mit irgendwelchen Zahlen aufwarten konnte.

Für Gartenfreunde, Heimwerker und alle Befürworter von nachhaltiger Energieeinsparung gab es reichlich zu sehen und zu fahren, Die Landwirte des BDM machten Reklame für die „faire Milch”, die jetzt am Markt ist und die Kassen der Erzeuger nach langer Durststrecke heller klingen lässt. Wer glaubte, eine Kettensäge diene nur für grobmotorische Verrichtungen, der sah sich getäuscht. Richtige Kunst wurde durch einer Könner seines Fachs aus einem Holzblock gezaubert.

Einer der Rennen war auch in diesem Jahr wieder die rollende Waldschule, die als neueste Errungenschaft einen präparierten Schwarzbären zu bieten hatte. Und während „Schulleiter” Hermann Carl überlegte, ob er einige seiner Präparate dem gelegentlichen Regen aussetzen könne, sinnierte er über das enorme Interesse.

„Die meisten dieser Leute waren schön einmal hier und kennen das alles. Aber das Interesse an Natur ist riesengroß. Das ist unglaublich.” Unglaublich auch: Als der Wirtschaftstag gegen 18 Uhr ausklang, riss die Bewölkung auf und die Sonne lugte hervor. Wenn da mal keiner dran gedreht hat.
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