Nordeifel - 10 Jahre Nationalpark Eifel: Grund zur Feierlaune

10 Jahre Nationalpark Eifel: Grund zur Feierlaune

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Kilometerweise Geschenkband wurde im Januar 2004 zur Eröffnung des Nationalparks Eifel ausgerollt. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Nordeifel. Zehn Jahre alt wird der Nationalpark Eifel am 31. Dezember 2013. Umweltminister Johannes Remmel und Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, waren schon am Freitag in Feierlaune als sie das Nationalpark-Tor in Nideggen besuchten.

Mit Blick auf das bevorstehende kleine Jubiläum des Nationalparks zog Minister Remmel ein positives Fazit: „Die ersten 10 Jahre Nationalpark Eifel sind ein verdienter Grund zum Feiern. Auch die weitere Entwicklung des Nationalparks soll in enger Zusammenarbeit mit der Region erfolgen.“

Gegründet wurde der erste und bislang einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen Anfang 2004. „Das damalige Signal war richtig. Der Nationalpark Eifel ist ein Geschenk für Natur und Mensch“, betonte Oliver Krischer MdB, Vorsitzender des Nationalpark-Fördervereins.

Der Anteil der Prozessschutzflächen, in denen auf Waldentwicklungsmaßnahmen zur Förderung der Naturnähe verzichtet wird, beträgt derzeit rund 58 Prozent der Nationalparkfläche. Langfristig sollen über 80 Prozent der Fläche einer natürlichen Entwicklung überlassen werden. An den organisierten Veranstaltungen des Nationalparks nahmen allein im Jahr 2012 mehr als 37.000 Personen teil. Am 30. und 31. August 2014, ist zum 10-jährigen Bestehen des Schutzgebietes ein großes Jubiläumsfest in der Region geplant.

Keinen Anlass zum Feiern sieht hingegen der BUND. Der nordrhein-westfälische Landesverband zieht eine ernüchternde Bilanz: „In Sachen Natur Natur sein lassen wurde im Nationalpark Eifel bisher leider eine große Chance vertan“, sagte der Landesvorsitzende Holger Sticht. Eine nahezu flächendeckende Jagd, Aufforstungen und ein überdimensionierter Wegebau hätten eine natürliche Nationalpark-Entwicklung behindert. Dabei reiche ein Blick ins Gesetz, um zu verstehen, dass ein Nationalpark in erster Linie der natürlichen Dynamik und eben nicht der Steuerung hin zu erwünschten Zielen diene. Ein Nationalpark dürfe nicht allein auf seine Funktion als „Touristen-Park“ reduziert werden.

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