Zwölf Punkte sammeln und Beckenbauer treffen

Von: oha
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Schon früh sollen Mädchen an den Ball gewöhnt Foto: Archiv/imago

Düren. Noch eineinhalb Jahre, dann wird in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. Die Vorfreude auf das herausragende Ereignis will der Deutsche Fußballbund (DFB) dazu nutzen, auch Mädchen im Grundschulalter für den Fußballsport zu begeistern. „Team 2011” ist eine Aktion überschrieben, bei der Vereine und Schulen attraktive Preise gewinnen können.

In vier Bausteinen gilt es, die Höchstzahl von zwölf Punkten zu sammeln. Dies geht nur, wenn Schule und Sportverein kooperieren. So erhält die Schule zum Beispiel drei Punkte, wenn sie eine Mini-WM für Fußballspielerinnen organisiert. Drei Punkte gibt es auch für die Gründung einer Fußball-AG für Mädchen an der Schule.

Ein Fußballverein erhält je drei Punkte, wenn er das Fußball-Abzeichen bei sich abnimmt oder eine Mädchenfußballmannschaft gründet. Weitere Punkte gibt es für Fortbildungen. Wenn Verein und Schule etwa einen Aktionstag für den Mädchenfußball gemeinsam ausrichten, gibt es weitere drei Punkte. Wer sechs Punkte erreicht, kommt in den „Silbertopf”, in dem bereits Preise warten. Schulen und Vereine, die alle Aufgaben erfüllt haben und zwölf Punkte eingefahren haben, kommen in den „Goldtopf”. Als Preise gibt es: eine Fahrt im Bus mit der deutschen Nationalmannschaft nach Berlin, der Besuch verschiedener WM-Spiele, ein Treffen mit Herren-Bundestrainer Joachim Löw, Damen-Bundestrainerin Silvia Neid, Franz Beckenbauer, Steffi Jones, Oliver Bierhoff, Matthias Sammer, Uwe Seeler oder Günther Netzer.

„Wir wollen bei den Mädchen den Spaß am Fußballsport wecken”, erläuterte Norbert Wetzelaer vom Fußballverband Mittelrhein (FVM) den Hintergrund der Aktion. Dass dies bereits gelingt, machen Zahlen deutlich: Waren im FVM 2002 noch 132 Frauen-Teams gemeldet, so sind es seit Jahresbeginn 430. An der aktuellen Aktion „Team 2011” sind kreisweit bereits 40 Jugendabteilungen von Fußballvereinen und 17 Schulen beteiligt, konnte Koordinator Wolfgang Demsky vermelden.

Vor allem seine eigene Grundschule in Nörvenich stehe kurz davor, die zwölf Punkte zu erreichen. „Die Strategie ist hervorragend”, lobte Landrat Wolfgang Spelthahn die Aktion „Team 2011”. Vor allem, weil Vereine und Schulen gemeinsam am großen Ziel arbeiteten: „Wenn es demnächst nur noch Ganztagsschulen mit Unterricht bis 17 Uhr gibt, müssen Vereine ohnehin mit der Schule kooperieren, wenn sie überleben wollen”, so der Landrat.
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