Zwillinge verwirren Polizeibeamten nach Unfallflucht

Von: red/pol
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Düren. Wer nach einem Verkehrsunfall Gewissheit über die Identität seines Unfallgegners haben will, sollte beim Personalienaustausch demnächst besser ganz genau hinschauen: Denn der könnte auch einen Zwillingsbruder haben.

Als ein 24 Jahre alter Student aus Düren am Montag um 16.30 Uhr auf der Schenkelstraße stadteinwärts radelte, konnte er nicht unbedingt erahnen, dass sein Tagesablauf sich binnen Sekunden unplanmäßig entwickeln würde. Zur selben Zeit fuhr nämlich auf der Gegenfahrbahn der Schenkelstraße ein Autofahrer. Als der mit dem Pkw dann aber nach links in die Wilhelmstraße einbiegen wollte, hatte er offenbar den Radfahrer übersehen. Es kam zum Unfall.

Zeugen mussten beobachten, dass der Fahrradfahrer nach dem Zusammenprall mit dem Wagen auf die Straße stürzte. Dabei zog sich der 24-Jährige einige schmerzhafte Verletzungen zu. Noch bevor der hinzugerufene Rettungswagen den jungen Mann später zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus brachte, kam es zu einer Art Personalienaustausch zwischen den Unfallbeteiligten.

Der Radfahrer tippte sich die angegebene Telefonnummer und den Namen seines Gegenüber ins Mobiltelefon. Die Originaldokumente hatte er sich allerdings nicht angesehen. Das war wohl sein Fehler. Während die RTW-Besatzung sich dann um den Verletzten kümmerte und die Polizei auf der Anfahrt war, fuhr der beteiligte Autofahrer fort.

Wegen der unvollständigen Angaben musste die Polizei Ermittlungen anstrengen, um an den Wohnsitz des Autofahrers zu gelangen, gegen den jetzt wegen Unfallflucht ermittelt wird. An der Wohnadresse in Düren wurde im Anschluss an die Unfallaufnahme ein 22-Jähriger angetroffen, auf den die Beschreibung exakt passte. Der allerdings hat gar keine Fahrerlaubnis und behauptete, nicht er, sondern sein eineiiger Zwillingsbruder sei derzeit mit dem Wagen unterwegs.

Der Benannte meldete sich dann erst am Abend auf der Polizeiwache und stellte durch persönliche Vorsprache unter Beweis, dass er tatsächlich das optische Doppel seines Bruders ist. Selbst Frisur und Brille waren gleich. Allerdings ergaben sich aufgrund der beschriebenen Bekleidung leichte Ungereimtheiten, so dass theoretisch auch sein Bruder unerlaubt mit dem Wagen unterwegs gewesen sein könnte. Eine Gegenüberstellung mit Unfallzeugen dürfte hier wenig Erfolg versprechen. Die polizeilichen Ermittlungen dazu dauern an.

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