Düren - Zwei Vereine schließen Vertrag

Zwei Vereine schließen Vertrag

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Vertragsunterzeichnung im Dürener Rathaus: Murat Eyhan, Paul Larue, Harald Sievers und Rolf Delhougne (von links). Foto: Hansen

Düren. Der Dürener Spielverein und die Spielgemeinschaft Türkischer Sportverein 69/84 haben einen Vertrag über die zukünftige engere Zusammenarbeit geschlossen. DSV-Vorsitzender Rolf Delhougne und der Geschäftsführer der SG Türkischer SV, Murat Ayhan, setzten am Dienstag im Beisein von Bürgermeister Paul Larue ihre Unterschriften unter das Abkommen.

Demnach nutzen beide Sportvereine die beiden Fußballplätze und die Umkleidekabinen am Veldener Hof ab sofort gemeinsam. Die SG Türkischer SV, die derzeit mit vier Mannschaften am Spielbetrieb teilnimmt, trainiert jeweils mittwochs und freitags auf der Anlage, der DSV an den übrigen Wochentagen.

Bei den Meisterschaftsspielen nutzen die Clubs den Platz im wöchentlichen Wechsel. Auch die Pflege und die Kosten zum Betrieb der Anlage, sofern sie nicht von der Stadt übernommen werden, teilen sich die beiden Vereine künftig.

Den Platz in Birkesdorf, auf dem der türkischer Verein bislang gespielt hat, wird die Viktoria mit mehr als einem Dutzend Mannschaften jetzt alleine nutzen können. Das frühere Clubheim der türkischen Kicker erhalten die Birkesdorfer Vereine, wie Harald Sievers vom Sportamt am Dienstag erläuterte.

Sie müssen allerdings die Unterhaltungskosten künftig selbst tragen. Das Clubheim der SG Türkischer SV am Veldener Hof wird geschlossen. Die Stadt wird jedoch noch ihren Beitrag zur Sanierung des Vereinsheimes (Fenster und Dach) des Dürener Spielvereins leisten.

Der Vertrag ist der erste seiner Art in Düren. Vorausgegangen waren Monate lange Verhandlungen, die zum Teil unter den Mitgliedern sehr emotional diskutiert worden waren. „Die Vereine stehen heute vor immer größeren Problemen, die sie alleine nicht lösen können. Wir müssen aufeinander zugehen”, forderte am Dienstag Murat Ayhan.

„Es ist vor allem den älteren Mitgliedern manchmal schwer zu vermitteln, dass die Sportanlagen in der Stadt besser ausgenutzt werden müssen”, sagte Rolf Delhougne. „Fast jeder Verein kämpft doch heute um sein Überleben. Mit der Zusammenarbeit können wir jetzt wieder eine neue Basis für unsere beiden Clubs schaffen. Aber da müssen alle Mitglieder mitziehen.”

Diesen Appell richtete auch Bürgermeister Paul Larue an die Sportler: „Integration zu leben ist besser, als über Integration zu reden.” Auf das neue Vereinsbündnis kommen übrigens gleich Vorbereitungen für Feierlichkeiten zu. Nachdem der DSV unlängst sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte, ist es nun der Türkische SV, der 40-jähriges Vereinsjubiläum begehen kann (der Vereinigte Türkische SV wird 25 Jahre alt).
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