Düren/Plesetsk - Zwei Dürener an Satelliten-Tour maßgeblich beteiligt

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Zwei Dürener an Satelliten-Tour maßgeblich beteiligt

Von: Margret Vallot
Letzte Aktualisierung:
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Karsten Strauch in Plesetsk in Russland.

Düren/Plesetsk. 800 Kilometer nordöstlich von Moskau sind zurzeit zwei Dürener sehr glücklich. Achim Hahne (61) und Karsten Strauch (47) sind als Projektleiter mit dafür verantwortlich, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Technologiesatellit geradewegs ins All gestartet ist.

Der Start habe „hervorragend geklappt”, berichtete Karsten Strauch, den die „DN” im fernen Russland per Telefon erreichten. An dem Erdbeobachtungs-Satelliten haben die beiden Dürener ESA-Wissenschaftler viele Jahre gearbeitet. Zuletzt mussten sie mit Unterbrechungen zwei Monate in Plesetsk südlich von Archangelsk verbringen.

Strauch, der am Burgau-Gymnasium sein Abitur machte, an der Fachhochschule in Jülich studierte und dann über mehrere Stationen zum ESA-Standort nach Noordwijk in den Niederlanden kam, ist bei dem Projekt für eines von vier Experimenten zuständig. Ein Teil des Satelliten „schaut sich die Sonne an und misst dort die Eruptionen”. Vorrangige Aufgabe des Satelliten sei es aber, den Salzgehalt der Meere und die Feuchtigkeit des Bodens zu messen.

Hinter den nicht gerade aufregenden Begriffen „Bodenfeuchte” und „Ozean-Salzgehalt” steckt ein hochbrisantes Thema. Über diese bislang unterschätzten Klimafaktoren „lassen sich Veränderungen in der globalen Wasserzirkulation erkennen und damit Erkenntnisse über die zukünftige Verteilung der Ressource Wasser gewinnen”. So steht es in einer Mail, die Strauch und Hahne den „DN” am Montag zukommen ließen.

Die Wissenschaftler hatten durch Zufall entdeckt, dass sie beide aus Düren stammen. „Eines Tages hat Achim mich in Moskau mal gefragt: Wo kommst du eigentlich genau her?” Als dann der Name Düren fiel, so Strauch, sei die Freude groß gewesen.

Achim Hahne hatte direkt nach dem Start seinem Bruder Bernd Hahne eine SMS nach Düren geschickt und ihm vom Erfolg der Mission berichtet. Er machte Abitur am Wirteltor-Gymnasium, studierte in Aachen und lebt seit 25 Jahren in den Niederlanden in Nähe des ESA-Standortes. Er besucht aber seinen Bruder in Düren regelmäßig und hat hier sogar noch einen Wohnsitz. „Für meinen Bruder ist das Projekt der Höhepunkt seiner Karriere”, meinte Bernd Hahne am Montag.

Zwei Jahre lang wird der 130 Kilo schwere Satellit, wenn alles gut geht, Daten zur Erde senden. Die beiden Dürener wollten nach stressigen Tagen erst einmal lange schlafen.
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