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Zurückhaltend in die Zukunft

Von: Burkhard Giesen
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„Verhalten optimistisch” - so schätzt Betriebsrat Peter Nießen die Zukunft mit dem neuen Partner Neapco Europe ein. Die Auftragslage sieht jedenfalls schon jetzt besser aus: Mit Neapco hat man nicht nur Zusagen von Ford Deutschland sondern auch aus den USA. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Draußen steht noch Tedrive auf dem Schild. Die Zeiten sind passé. Neapco Europe heißt das neu formierte Unternehmen nun, und Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen, 61, der den Job seit sieben Jahren macht, hat harte Zeiten hinter sich.

Den Übergang von Visteon zu Orlando/Tedrive hat er mitgemacht, hat 18 Monate Insolvenz hinter sich, den Abbau von knapp 250 Arbeitsplätzen (jetzt sind es noch rund 740), den Verlust von 200 Leiharbeitern, Verhandlungsrunden um Verhandlungsrunden, die jetzt im Übergang zu Neapco enden.

Und er hat am Dienstag Betriebsversammlungen hinter sich gebracht, in denen der Betriebsrat und die neue Geschäftsleitung den Mitarbeitern erklärt haben, wie sich das Unternehmen neu aufstellen will.

Als „verhalten optimistisch” beschreibt Nießen die Stimmung unter den Kollegen. Und man merkt ihm an, dass er hin und her gerissen ist. Das Unternehmen schrieb schon in der Insolvenz wieder schwarze Zahlen, man ist endlich aus der Insolvenz heraus, und es gibt Zusagen für Aufträge vom Dürener Hauptkunden Ford für die Jahre 2013/2014 bis 2020.

Rosig klingt das eigentlich, vor allem dann, wenn man noch hinzurechnet, dass sich der Betriebsrat bei den Verhandlungen mit dem neuen Eigentümer in wesentlichen Punkten durchsetzen konnte: Der Standortgarantie. „Die Standortzusage gilt. Unbefristet. Bestimmte Antriebswellen für den europäischen Markt werden nur in Düren produziert. Wenn das nicht akzeptiert worden wäre, wäre der Deal auch geplatzt”, sagt Nießen.

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