Zum Wohle der Schwerstkranken

Von: mv
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In Sachen Palliativmedizin sehr engagiert: Ulla Schmidt (l.) und die Geschäftsführerin vom Sophienhof, Gerda Graf. Foto: Margret Vallot

Niederzier. Ärzte und Pflegepersonal, Krankenkassen und Apotheken, Mitarbeiter der Hospizbewegung und viele andere haben zusammengearbeitet, stets unterstützt von der ehemligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, damit im Kreis Düren Menschen am Lebensende eine bessere Versorgung erhalten.

Am Freitag feierte man den Abschluss entsprechender Verträge im Sophienhof in Niederzier.

Fast alle Menschen möchten bis zu ihrem Lebensende zu Hause bleiben. Auch wenn dabei besonders schwerwiegende, medizinische und pflegerische Versorgungsaufgaben erforderlich sind, kann im Kreis Düren jetzt dieser Wunsch erfüllt werden. Es wird eine „spezialisierte ambulante Palliativversorgung” (SAPV) aufgebaut. Die Krankenkassen sind mit im Boot.

Im Kreis Düren wird ein Palliativ-Care-Team aus fünf besonders qualifizierten Palliativ-Ärzten, vier Palliativ-Fachkräften und drei weiteren Mitarbeitern tätig werden. Zuständig ist das Team für 270000 Einwohner. Es versteht sich als „Ambulantes Hospiz und Palliativzentrum”.

Es gab im Kreis Düren auch schon früher intensive und sehr erfolgreiche Bemühungen, Strebenden zu helfen und dazu alle Helfer zusammenzuführen. Gerda Graf vom Sophienhof und Dr. Martin Franke von der Hospizbewegung Düren leisteten mit vielen anderen Pionierarbeit.

Sie werden das Netzwerk mit Leben füllen. Sterbenskranke und ihre Familien können begleitet werden, und zwar von ehrenamtlichen Hospizhelfern zusammen mit eigens ausgebildeten Pflegekräften und Ärzten. Patienten im Kreis Düren, die bisher ins Krankenhaus eingewiesen wurden, können in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden.

Die Hürden, die bei der Realisierung von SAPV überwunden wurden, müssen gigantisch gewesen sein. Auch davon war bei aller Freude am Freitag die Rede. Die Vertragspartner waren sich allerdings einig: Wenn sich Ulla Schmidt nicht eingesetzt hätte, „hätten wir heute noch keine Verträge”. Und, wie Franke formulierte: „Für die Hospizbewegung hat Frau Schmidt verdammt viel getan.”

Schmidt selbst nannte „unser Gesundheitssystem” eines der besten der Welt, das nur zwei Schwächen habe. Erstens werde zu wenig dafür getan, dass Krankheiten erst gar nicht entstehen und zweitens sei die Begleitung Sterbender hierzulande immer noch unterentwickelt.
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