Düren - Zugeparkte Wege blockieren die Feuerwehr

Zugeparkte Wege blockieren die Feuerwehr

Von: red
Letzte Aktualisierung:
8260277.jpg
Immer wieder blockieren zugeparkte Wege die Feuerwehr.

Düren. Was tun, wenn die Feuerwehr nicht zum Einsatzort durchkommt? Während der jüngsten Unwetter hatte die Jülicher Wehr Probleme, manch zugeparkte Straße zu passieren. Als Reaktion wollen die Ordnungsbehörden nun die Parksituation genauer unter die Lupe nehmen. „Es gibt auch in Düren Straßen, an denen es eng wird“, sagt Dürens Wehrleiter Hans-Jürgen Pelzer.

Blumenthalstraße, Grüngürtel, Josefstraße, Karlstraße – allein im Innenstadtgebiet gebe es einige Stellen, an denen die Feuerwehr Probleme hatte, mit Drehleiter und Löschfahrzeugen auf Anhieb durchzukommen. In solchen Fällen werde „improvisiert“: Anrückende Verstärkung wird umgeleitet, ab und zu greifen auch schon mal acht Feuerwehrleute zu und versetzen ein Auto. „Abschleppen bringt uns nichts. Schließlich zählt jede Sekunde“, betont Pelzer.

„Tiefbaurechtlich ist das Problem nicht zu lösen“, glaubt der Wehrleiter. Gerade in Wohngegenden müssten die Anwohner ihre Autos nun einmal parken. Aber die Art und Weise des Abstellens könne „verfeinert“ werden: „Wir wollen die Autofahrer dafür sensibilisieren, keinen Raum zu verschenken – und gleichzeitig die Sperrflächen frei zu halten.“ Pelzers Appell an die Bürger: „Bitte parken Sie Ihre Autos möglichst nah am Bordstein und nur dort, wo es erlaubt ist!“

Nur „wenig Probleme“ mit parkenden Autos gibt es nach Aussage von Gemeindebrandmeister Walter Kurth in Hürtgenwald. Ein „neuralgischer Punkt“ sei jedoch das Feuerwehrgerätehaus in Gey, das von Kurzzeitparkern schon einmal blockiert werde. „Wir setzen in solchen Fällen auf Aufklärung“, sagt Kurth. Hans-Georg Valder, Leiter der Heimbacher Wehr, beschreibt die Situation ähnlich: „Immer wieder haben wir Probleme damit, vor allem in Ortschaften mit schmalen Straßen und öffentlichen Einrichtungen in der Nähe der Feuerwehrgerätehäuser.“

So wird das Feuerwehrgerätehaus in Hausen am Kindergarten nicht selten zugeparkt. Steht ein Auto im Weg, wird das Ordnungsamt gerufen und ein Bußgeld verhängt. Entspannter ist die Situation in Nideggen und Vettweiß: „Bei uns gibt es kaum Probleme“, erklärt Nideggens Stadtbrandmeister Bruno Lauscher. Und sein Vettweißer Amtskollege Ralf Weyers kann sich an keinen Fall erinnern, wo einmal ein Auto abgeschleppt wurde. Allerdings beobachtet er, dass selbst in engen Straßen beidseitig geparkt werde, was die Zufahrt erschwere. Weyers: „Das ist ein Problem, das häufig abends auftritt.“

Problem Neubaugebiet

In Merzenich sind zugeparkte Rettungswege „kein Thema“, so Patrick Harzheim, Leiter der Gemeindefeuerwehr. Zwar gebe es im Zentralort Engstellen, „doch die Leute parken hier sehr gesittet“. In Nörvenich sind die Neubaugebiete hin und wieder problematisch. Oliver Hartlieb, Leiter der örtlichen Löschgruppe: „Wenn alle Bewohner zu Hause sind und vielleicht noch Besuch haben, gibt es Engpässe durch abgestellte Fahrzeuge. Wir sind schon wiederholt samstags mit einem großen Einsatzfahrzeug unterwegs gewesen und haben die Anwohner auf die Probleme aufmerksam gemacht. Verständnis wurde selten aufgebracht.“

„Mit wild parkenden Autos haben wir keine Probleme“, berichtet hingegen Timo Löfgen von der Wehr Langerwehe, der sich mit einer anderen Problematik auseinandersetzen muss: In Langerwehe gibt es Straßen, „die so schmal sind, dass wir Probleme haben, mit einem großen Feuerwehrauto durchzukommen.“ Damit könne man aber umgehen. „Die Örtlichkeiten sind uns ja bekannt.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert