Vlatten - Zülpicher Stadtporträt im handlichen Format

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Zülpicher Stadtporträt im handlichen Format

Von: Beate Weiler-Pranter
Letzte Aktualisierung:
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In der Zülpicher Buchhandlung präsentierte Ulrike Schwieren-Höger ihr Stadtporträt über die Römerstadt.

Vlatten. „Ich habe die Zülpicher Börde jetzt aus einem völlig anderen Blickwinkel erlebt und neu entdeckt“, erzählt Ulrike Schwieren-Höger. Für ihre Publikation „Zülpich – Porträt einer Römerstadt“ ist sie tief in die Geschichte der Jahrtausende alten Stadt eingetaucht und hat darüber hinaus in den vergangenen Monaten viele Gespräche mit Menschen geführt, die „in Zülpich etwas bewegt haben“.

Passend zur Eröffnung der Landesgartenschau kam nun ihr druckfrischer Stadtführer auf den Markt und wurde in der Zülpicher Buchhandlung Reinhardt vorgestellt. Es ist die zehnte Buchveröffentlichung der Vlattener Autorin, die mit ihren atmosphärisch geschriebenen Reiseführern immer wieder Lust auf die Region macht.

Während die Journalistin noch an den letzten Bildunterschriften für das Vorgängerbuch über den Rursee feilte, begannen bereits ihre Recherchen zur alten Römerstadt „Tolbiacum“. „Das war schon heftig“, bekennt sie rückblickend. „Solch einen Doppelstress tue ich mir nicht noch einmal an!“

Zülpich und seine angegliederten Ortschaften kennt Ulrike Schwieren-Höger seit 30 Jahren, denn „hier sind unsere Kinder zur Schule gegangen.“ Trotzdem, so räumt sie ein, habe sie erst jetzt viele der versteckten Schönheiten Zülpichs genauer kennen gelernt. „Oft rauscht man im Auto einfach daran vorbei“, bedauert sie. Für ihre Spurensuche hat sie sich Zeit genommen und war oft mit dem Fahrrad unterwegs. So entstanden zwei selbst ausgetüftelte Radtouren, die an sehenswerten Schlössern, Burgen, Mühlen und Kapellen entlangführen. In ihrem Stadtporträt spannt Ulrike Schwieren-Höger den Bogen von der Römerzeit bis ins 21. Jahrhundert – von den antiken Thermen bis zum modernen Museum für Badekultur.

Sie erzählt von Kirchen, Kunst und Kultur, berichtet über Handwerk und Industrie, Architektur und Archäologie. Für ihren neu erschienen Stadtführer wurde ein Stadtplan von der römischen Siedlung „Tolbiacum“ erstellt und erstmals in den heutigen Straßenverlauf kopiert. Auf diese Weise wird sichtbar, dass auch heute noch die moderne Bebauung Zülpichs auf den gewachsenen Strukturen der Römerstadt basiert, die vor über 2000 Jahren an der „Kreuzung“ von zwei wichtigen Handelswegen zwischen Reims und Köln sowie Trier und Xanten entstand.

Das gut 100-seitige Bändchen liefert gebündelte Informationen, die Appetit auf die historische Siedlung „Tolbiacum“ und das moderne Zülpich machen. Gelungen ist auch das schlanke, handliche Format, das in jede Wanderjacke oder Fahrradtasche passt. Ulrike Schwieren-Höger, „Zülpich – Porträt einer Römerstadt“; ISBN: 978-3-9807179-2-2, 14,90 €.

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