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Zeugnis als Warnschuss werten

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Wenn das Halbjahreszeugnis mal nicht so gut ausfallen sollte, kann bis zur Versetzung noch viel aufgeholt werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Rund 12.000 Schülerinnen und Schüler der Dürener Schulen bekommen am Freitag ihr Halbjahreszeugnis. Die meisten wissen schon heute, welche Noten und Beurteilungen sie zu erwarten haben, andere erleben am Freitag eine böse Überraschung. Aber welchen Stellenwert hat das Zwischenzeugnis überhaupt?

Und können die Kinder und Jugendlichen trotz schlechter Noten bis zum Sommer noch die Versetzung in die nächste Klasse schaffen? Die „Nachrichten” fragten Schulleiter von weiterführenden Schulen.

„Zeugnisse sind immer wichtig”, so Hermann-Josef Geuenich von der Heinrich-Böll-Gesamtschule, „weil sie eine pädagogische Auskunft über die Leistung der Schüler geben.” An der Gesamtschule gebe es eine Versetzung erst ab Klasse neun. „Vorher ist eine Nicht-Versetzung nur in Absprache mit den Eltern möglich. Aber ab der Neun ist das Zwischenzeugnis schon so etwas wie ein vorgezogenes Blauer-Brief-Verfahren.” Wichtig sei, so der Schulleiter, dass die Lehrer mit den Schülern über ihre Leistungen sprechen, damit diese auch erkennen können, wie die Benotung zustande gekommen ist.

In den Endspurt

Walter Norbisrath von der Realschule Bretzelnweg glaubt, dass ein Schulhalbjahr für die Kinder und Jugendlichen ein besser zu überschauender Zeitraum ist als ein ganzes Schuljahr. „Es gibt nicht wenige Schüler, die es im ersten Halbjahr etwas langsamer angehen lassen und dann bis zu den Sommerferien in den Endspurt gehen.” Die Schüler fingen quasi im zweiten Halbjahr wieder bei Null an. Und auch viele Eltern sähen erst anhand des Halbjahreszeugnisses, wie es um die Leistungen der Sprösslinge bestellt sei.

Ähnlich sieht das Wilhelm Gödde vom Wirteltor-Gymnasium. „Dieses Zeugnis hat absolut seine Berechtigung. Weil es aussagt, ob die Schullaufbahn erfolgreich ist oder nicht.” Es gebe bei vielen Schülern, so Gödde weiter, eine Diskrepanz zwischen den Leistungen auf dem Halbjahres- und dem Versetzungszeugnis. „Es bleibt also ausreichend Zeit, um sich zu verbessern. Und die nutzen nicht wenige Schüler auch.”

Willi Vitzer von der Hauptschule Gürzenich erklärt, dass für die Schülerinnen und Schüler der Klasse zehn das Zeugnis „das Bewerbungszeugnis schlechthin” ist. Mit diesem Zeugnis stellen die Jugendlichen die Weichen für Lehre oder weiterführende Schule. „Und deswegen ist es natürlich sehr wichtig.”

Aber auch für jüngere Schüler sei das Zwischenzeugnis wichtig, damit sie ihre Stärken und Schwächen erkennen können. „Wenn die Leistungsbereitschaft der Schüler da ist, können sie bis zur Versetzung noch fast alles schaffen.”
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