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Zaun sorgt für viel Aufregung

Von: Sandra Kinkel
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Dieser Zaun erregte gestern im Rathaus von Langerwehe die Gemüter. Das Maschendraht-Gebilde soll aber lediglich diesen Brückenpfeiler schützen. Die neue Landstraße zum neuen Autobahnzubringer wird in jedem Fall gebaut. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Große Aufregung herrschte am Mittwoch im Rathaus in Langerwehe. Ein Landwirt, der seinen Betrieb in der Nähe der geplanten Straße L12n hat, also genau der Landstraße, die einmal zur neuen Langerweher Autobahnauffahrt auf die A4 führen soll, war bei Bauamtsleiter Martin Franzen vorstellig geworden.

Und berichtete, dass der Bauzaun rund um die Brückenpfeiler (im Beamtendeutsch nennt man die „Brückenbauwerke”) einem festen, einbetonierten Drahtzaun gewichen sei. Wird die Straße jetzt gar nicht gebaut?, so die Befürchtung im Wehter Rathaus. Für Langerwehe eine Katastrophe. „Das ist doch wirklich komisch, zumal am 10. August 2009 mit viel Aufwand der erste Spatenstich gefeiert wurde. Und damals war sogar der Landesverkehrsminister hier”, so Martin Franzen, der sofort mit dem Landesbetrieb Straßenbau Kontakt aufgenommen hat.

Ergebnis: Die Planungs- und Ausschreibungsarbeiten seien abgeschlossen, man warte lediglich nur noch auf die Bereitstellung der Gelder von der Landesregierung. Wann und ob die kämen, wüsste keiner.

Martin Franzen: „Das hat uns natürlich hier in Langerwehe in größte Sorge versetzt. Schließlich steht ja auch im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung, dass Straßenneubauten erst einmal zurück gestellt werden sollen.”„

Nicht so der Neubau der L12 N: „Diese Straße wird auf jeden Fall gebaut”, beruhigt Pressereferent Peter Kummer am Mittwoch auf Anfrage der „Nachrichten” die Gemüter. „Wir wissen nicht genau, wann es weitergeht, hoffen aber, dass das Ende des Jahres der Fall sein wird. Die Endvergabe der Aufträge für den zweiten Brückenbau steht noch aus.” Der Zaun sei nur errichtet worden, um das Brückenbauwerk zu schützen. „Da braucht sich in Langerwehe wirklich keiner Sorgen zu machen.”

Gott sei Dank, denn laut Bürgermeister Heinrich Göbbels ist die L12n für die Töpfergemeinde „überlebenswichtig”. „Die Straße, die die B 264 mit der Autobahn und damit der neuen Autobahnauffahrt verbinden wird, ist zugleich Ortsumgehung für den Langerweher Ortsteil Luchem. Gut drei Kilometer wird die neue Straße lang sein, die Verantwortlichen rechnen täglich mit 12.500 Fahrzeugen, wovon etwa 17 Prozent Lastwagen sein sollen. Die Baukosen betragen über 8,4 Millionen Euro. Heinrich Göbbels: „Wir werden in Langerwehe ein neues Gewerbegebiet ausweisen, was natürlich mit einer direkten Anbindung zur Autobahn sehr viel attraktiver ist. Wir brauchen die L12n ganz dringend.”

Und Martin Franzen ergänzt: „Der nächste Bauabschitt, der jetzt kommen soll, ist ein weiteres Brückenbauwerk. Danach kann die Straße gemacht werden. Der damalige Verkehrsminister Lutz Lienenkämper hat beim Spatenstich versprochen, dass Ende 2012 alles fertig sein soll.”

Dieser Termin kann wohl jetzt auf keinen Fall mehr eingehalten werden. Martin Franzen: „Wenn die Gelder sofort bewilligt werden und noch dieses Jahr mit den Arbeiten begonnen wird, dauert es mindestens noch zweieinhalb Jahre bis alles fertig ist. Ich rechne nicht vor 2013 mit der Einweihung der L12n.”

Dann hätte es von der Planung bis zur Realisierung dieser Straße fast zehn Jahre gedauert.
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