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Zarte Bilder und schwere Objekte in der Galerie „Die Treppe“

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Justus Peters (li. hinten) und Prof. Wolfgang Breuer (re. hinten) freuen sich auf die Ausstellung mit Werken von Günther Czarnetta (v. li.) und Oliver Czarnetta

Düren. Wie malt jemand, der 42 Jahre lang Chefdesigner in einem großen Konzern war? .Am Freitag, 7. November, eröffnet um 19 Uhr in der Galerie „Die Treppe“ die „Ausstellung ohne Titel“, die Bilder von Günther Czarnetta, dem ehemaligen Chefdesigner der Dürener Firma Anker-Teppiche, zeigt.

Doch nicht nur seine zarten und duftigen Gemälde und Zeichnungen werden präsentiert, auch Objekte, die sein Sohn Oliver Czarnetta schuf, werden zu sehen sein.

Justus Peters vom initiierenden Kunstförderverein des Kreises Düren/Arbeitsbereich Bildende Kunst stellte am Mittwochnachmittag die neue Ausstellung in der Galerie „Die Treppe“ vor. Zum letzten Mal werden Susanne Rohs und Stefanie Sülzen die Aufgaben als Kuratorinnen übernehmen. Sie möchten sich zurückziehen, aber dem Verein erhalten bleiben. Ihnen folgt als Kurator ab Januar 2015 der Dürener Künstler Pit Goertz.

Federleichte Bilder

Günther Czarnetta wurde 1935 in Süchteln am Niederrhein geboren. Er studierte unter anderem in der Meisterklasse von Prof. Georg Muche, einem Mitbegründer der berühmten Künstlergruppe „Bauhauses“. Nach dem Studium zog Günther Czarnetta nach Birkesdorf, seit sechs Jahren lebt er in Kreuzau. In erster Linie malt und zeichnet der erfahrene Gestalter Landschaften. Als Malmaterial verwendet er Acryl, Öl, Kreise und Bleistift. Nicht selten greift er jedoch auch auf Mischtechniken zurück. Die Ergebnisse wirken federleicht und gleichzeitig sehr plakativ.

Verspielte Skulpturen

Oliver Czarnetta arbeitet in Aachen und Leipzig und lebt von der bildenden Kunst. Der 48-Jährige studierte Philosophie und Kunstgeschichte, bevor er sich als professioneller Bildhauer etablierte. Seine Arbeiten sind hintergründig und tiefsinnig, aber auch sehr verspielt. So zeigt er „Haus im Haus im Haus“-Skulpturen, mit denen er die Mikro-Makro-Welt darstellen möchte, in der die Menschen heute leben. Oliver Czarnetta formt und kombiniert schweren Beton, Harz und Spielzeug.

Justus Peters freut sich über die hochwertigen Exponate, die bis Sonntag, 4. Januar, in der Galerie „Die Treppe“ in der Yorckstraße 3 zu sehen sein werden. Um 11 Uhr startet die Finissage am letzten Veranstaltungstag der „Ausstellung ohne Titel“. Der Kunstförderverein, der derzeit rund 500 Mitglieder zählt, wurde 1986 aus der Taufe gehoben. Justus Peters war vom ersten Tag an dabei. In der Galerie „Die Treppe“ wird Künstlern seit Ende 2012 die Möglichkeit gegeben, Arbeiten, Werke und auch Musik der Öffentlichkeit vorzustellen

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