Zanders: Sind 100 Jobs bald gerettet?

Von: oha
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Düren. Die Zukunft von M-Real Zanders am Standort Düren ist weiter offen. Die Unterzeichnung der Verträge mit einem neuen Investor, der zumindest einen Teil der Papier-Produktion übernehmen sollte, zieht sich hin.

Wie berichtet, wurde die Papiermaschine 5 an Metsä Tissue veräußert. Gut 50 Jobs konnten so gerettet werden. Wie Betriebsratschef Norbert Werres jetzt mitteilte, wurden in diesem Bereich bereits neue Leute eingestellt. Beschlossen ist allerdings das Aus für die Produktion von Durchschreibpapieren (Autocopy). Rund 100 Mitarbeiter sind hier bereits „frei gestellt”, derzeit noch mit vollem Gehalt.

Sie sollen ab Februar in eine Transfergesellschaft wechseln. Neben einer Abfindung werden sie für den Zeitraum von einem Jahr noch 80 Prozent ihrer Bezüge erhalten. In dieser Zeit soll versucht werden, ihnen eine neue Arbeitsstätte zu verschaffen. Norbert Werres verweist darauf, dass dies zuletzt zu 80 Prozent gelungen ist. In der kommenden Woche sollen die betroffenen Mitarbeiter über die Details des Sozialplanes informiert werden.

Noch offen ist die Zukunft der Premium Papier-Sparte mit den Papiermaschinen 3 und 4. Hier stehen ebenfalls rund 100 Arbeitsplätze auf der Kippe. Mitte des Jahres waren Verhandlungen mit einem möglichen Interessenten für diesen Produktionsbereich bereits weit fortgeschritten, doch sie zerschlugen sich letztendlich. Aus unerfindlichen Gründen, so Werres. Inzwischen gibt es ein neues Unternehmen aus der Branche, das diesen Firmenanteil übernehmen könnte. Erneut stehen die Verhandlungen vor dem Abschluss. „Eigentlich sollten die Verträge schon zum Jahresende unterschrieben worden sein”, betont der Betriebsratschef. Die entscheidende Aktion sei jedoch auf den Januar verschoben worden.


Die Produktion in diesem Bereich läuft derweil weiter, doch die Mitarbeiter werden langsam mürbe. Werres: „Wir wollen eine Entscheidung.”


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