Zahl der Einbrüche sinkt erneut

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An fünf Kontrollpunkten wie hier in Krezau hat die Polizei gestern nach Einbrechern gesucht. Foto: Burkhard Giesen

Kreis Düren. Festlegen will sich Kriminalhauptkommissar Edgar Völl noch nicht, aber die Chancen stehen gut, dass im zweiten Jahr in Folge die Zahl der Einbrüche im Kreis Düren zurückgehen könnte – entgegen dem Landestrend.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Zahlen der Kreispolizeibehörde Düren verblüfft: Wurden in 2011 noch 1029 Einbrüche verzeichnet, waren es 2012 genau 824, also fast 20 Prozent weniger. „In 2013 verzeichnen wir im Kreis Düren nochmal einen Rückgang“, sagt Völl, aber: „Das große Elend kann noch kommen.“ Im letzten Jahr kam es zwischen Heiligabend und Silvester. Allein an diesen Tagen gab es 70 Einbruchsdelikte. Das ist auch der Grund, warum die Polizei gestern an fünf Kontrollpunkten erneut Flagge gezeigt hat. „Wir wollen agieren, statt reagieren“, so Völl zu dem Einsatz, an dem 50 Polizeibeamte an mehreren Stellen im Kreis bis in die Abendstunden Fahrzeuge kontrolliert haben und mit mobilen Streifen unterwegs waren. „Wir werden potenzielle Täter abschrecken, aber auch weitere Erkenntnisse gewinnen und hoffentlich auch konkret Einbrüche verhindern“, betonte Völl im Vorfeld der Aktion.

Schreckt das wirklich Täter ab? Zumindest werden sie vorsichtiger. Und Völl kann das mit einer Zahl belegen: „An ‚normalen‘ Wochenenden haben wir deutlich über 20 Einbrüche. Am letzten Wochenende waren es nur sieben.“ Für Völl ist das die unmittelbare Folge des Großeinsatzes am Freitag, bei dem mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei (wir berichteten) gleich 100 Polizeibeamte im Einsatz waren.

276 Autos und 314 Personen wurden bei der gestrigen Aktion im Zuge der landesweiten Kampagne „Riegel vor!“ bis 16 Uhr überprüft – bis zu diesem Zeitpunkt wurde zudem kein einziger Tageswohnungseinbruch gemeldet. Dabei kennen die Beamten offenbar ihre Pappenheimer und ziehen auch gezielt „altbekannte“ Gesichter aus dem Straßenverkehr. „Für uns ist es oft auch nur spannend zu sehen, wer mit wem in welchem Auto unterwegs ist. Das kann uns bei späteren Ermittlungen behilflich sein“, so Ralf Meurer von der Kreispolizeibehörde. Positiver Nebeneffekt der Aktion: Ein Autofahrer, der unter Drogeneinfluss stand, wurde bei einer Kontrolle aus dem Verkehr gezogen.

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