Düren - Zahl der Asylbewerber steigt: Neues Übergangswohnheim schaffen

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Zahl der Asylbewerber steigt: Neues Übergangswohnheim schaffen

Von: Ingo Latotzki
Letzte Aktualisierung:
6204530.jpg
Angesichts steigender Asylbewerberzahlen in Düren soll ein Gebäude in Merken künftig als Übergangswohnheim genutzt werden.

Düren. Angesichts steigender Asylbewerberzahlen in Düren soll ein Gebäude in Merken künftig als Übergangswohnheim genutzt werden. Es könnte zwölf Menschen eine vorübergehende Heimat bieten, müsste aber zunächst mit einem Kostenaufwand von 20.000 Euro renoviert werden. Als Erstes aber bräuchte es einen politischen Beschluss.

Nächste Woche wird sich der Sozialausschuss mit dem Thema befassen.

Während im vergangenen Jahr 64 Asylbewerber nach Düren kamen, waren es dieses Jahr bisher schon 81. Sie kommen nicht nur aus dem osteuropäischen Raum, sondern auch aus Syrien oder Ägypten. Wie viele Asylsuchende die zuständige Bezirksregierung Arnsberg demnächst noch nach Düren zuteilt, kann Christian Sanfleber, Leiter des Dürener Sozialamtes, nicht sagen. „Das geht oft sehr schnell und ist kaum zu kalkulieren.“ Sanfleber kann nur schätzen und geht von 70 Flüchtlingen in den nächsten Monaten aus.

Derzeit sind 134 Asylbewerber in den zwei zur Verfügung stehenden Übergangsheimen in Arnoldsweiler und an der Friedenstraße in Ostdüren untergebracht. Noch einmal 173 Menschen leben in Privatwohnungen auf Dürener Stadtgebiet. Derzeit seien die Kapazitäten erschöpft, sagt Amtsleiter Sanfleber. Deshalb sucht die Stadt Düren nach weiterem Wohnraum, etwa mit Veröffentlichungen in Pfarrbriefen. Bislang aber nur mit mäßigem Erfolg. Christian Sanfleber beobachtet eine gewisse Skepsis von Vermietern. Sie wollten ihre Häuser oder Wohnungen offenbar nicht für Asylbewerber zur Verfügung stellen. Leerstand gebe es in Düren genug, sagt der Amtsleiter.

Nun setzt die Stadt auf das Objekt in Merken. Es liegt an der Roermonder Straße („Alter Bahnhof“). Über ein Mitglied der Interessengemeinschaft Merken wurde mitgeteilt, dass die Immobilie seit Anfang 2013 leer steht und für eine Unterbringung von Flüchtlingen angemietet werden könne. Wie aus einer Verwaltungsvorlage hervorgeht, wurde das Haus als Vergnügungsstätte genutzt. Nun seien Umbauten erforderlich, die, wie es heißt, zunächst der Vermieter vornehmen wollte. Zwischenzeitlich habe der die Verwaltung gebeten, die Arbeiten zu finanzieren. Im Gegenzug wolle er der Verwaltung bei der Miete entgegenkommen. Die Stadt denkt zunächst über eine Anmietung für zwei Jahre nach. Ob es am Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung des Sozial- und des Bezirksausschusses Merken einen politischen Beschluss gibt, bleibt abzuwarten.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert