Z&J will den Standort erweitern

Von: Burkhard Giesen
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Stillstand auf dem ehemaligen
Stillstand auf dem ehemaligen Gelände von Zimmermann & Jansen: Das Nachfolgeunternehmen Z&J Technologies möchte den Betreib erweitern und das Gelände zurückkaufen. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Stilvolle Abi-Partys, eine neue Heimat für die Skunks - kurz: Veranstaltungsräumlichkeiten für bis zu 1500 Personen sollten auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Zimmermann & Jansen an der Monschauer Straße entstehen. Mitte 2013 sollte das Projekt fertiggestellt sein. Daraus wird nun möglicherweise nichts.

Die Beschäftigungsgesellschaft Low-tec hatte die Immobilie übernommen und 2011 mit der Sanierung der Industriebrache begonnen. Der markante Turm, ein Dürener Wahrzeichen, ist nahezu fertiggestellt, die Arbeiten in der früheren Aula, der Waschkaue und der Umkleide liefen auf Hochtouren und mit dem Dürener EndArt-Verein hatte Low-tec-Geschäftsführer Jupp Macherey sogar schon einen Betreiber für die neuen Veranstaltungsräumlichkeiten gefunden.

Dass Low-tec nun seine Arbeiten an dem Projekt zunächst eingestellt hat, hat einen simplen Grund. Macherey: „Uns liegt ein Kaufinteresse für das Gelände vor.” Das stammt von der Z&J Technologies GmbH, dem Nachfolgeunternehmen von Zimmermann & Jansen. Z&J Technologies hatten sich nach dem Verkauf der Immobilie bei Low-tec auf einer deutlich kleineren Fläche wieder eingemietet und wollen sich nun erweitern. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Ekkehard Brzoska: „Wir sind an einem Rückkauf der Immobilie interessiert. Unsere jetzige Flächenkapazität ist zu 100 Prozent ausgelastet. Wir haben sogar schon externe Hallen angemietet.”

Z&J Technologies will erweitern, um neue Fertigungsprozesse am Standort Düren realisieren zu können, „mit denen wir die vorhandenen Arbeitsplätze absichern und neue Arbeitsplätze schaffen können”, so Brzoska, der derzeit mit Low-tec über die Bedingungen eines Rückkaufs verhandelt. Knackpunkt dabei könnten die alte Waschkaue und der sanierte Turm sein. Beides steht unter Denkmalschutz und ist für Ekkehard Brzoska wenig interessant.

Umgekehrt könnten für Low-tec nur diese beiden Objekte wirtschaftlich unrentabel sein. Macherey: „Für die Aula, Waschkaue und den Turm liegt uns eine Baugenehmigung als Versammlungsstätte für 450 Personen vor. Wir müssen jetzt schauen, ob sich diese kleine Lösung wirtschaftlich darstellen lässt.” Dabei hatte Jupp Macherey ursprünglich auf die große Variante gesetzt: „Eine Versammlungsstätte für bis zu 1500 Menschen ist uns vor den Sommerferien von der Stadt Düren abgelehnt worden.” Die Begründung: Lärmschutz.

350 Beschäftigte in der Stadt Düren

Z&J Technologies hat am Standort Düren 350 beschäftigte und erzielt einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. Das Unternehmen produziert Spezialarmaturen für industrielle Anwendungen. „Wir haben sehr innovative Mitarbeiter und sind in der Produktentwicklung sehr erfolgreich”, sagt Geschäftsführer Ekkehard Brzoska. Ihre Umsätze erzielt das Unternehmen überwiegend in Brasilien, Russland, Indien, China sowie Nordamerika und Mexiko.
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