Yanniks großartige Leistung

Von: jan
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Früh übt sich: Organisator Peter Borsdorff umringt von Kindern beim Peter- und Paul-Lauf. Foto: Guido Jansen

Düren. Peter Borsdorff interessiert sich nicht für Rekorde. Schon lange nicht mehr. Mindestens seit 1995. Damals hat der Läufer aus Düren seine Aktion „Running for Kids” gegründet, mit der er bei Volksläufen Geld für behinderte, benachteiligte und kranke Kinder sammelt.

Weit über 300.000 Euro sind so zusammengekommen. Am Wochenende hat Borsdorff die zehnte Auflage seines Benefiz-Laufs veranstaltet. 21428 Runden haben die etwa 900 Läufer auf der Jahnkampfbahn des Dürener TV zurückgelegt. Das war kein Rekord. „Aber das interessiert mich nicht. Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis”, freute sich der Mann, der bald 66 Jahre alt wird.

„Ich sehe es lieber als die zweitgrößte Zahl an Runden, die hier gelaufen worden ist”, sagte Borsdorff. Wie gesagt: Rekordjagd ist schon langen nicht mehr sein Ding. Peter Borsdorff macht einfach. Und gerade deswegen stellt der Mann vom Dürener TV immer wieder neue Rekorde auf. So auch diesmal: 16124,89 Euro sind bei der zehnten Auflage des Peter- und Paul-Laufs zusammengekommen, mehr als bei jedem der neun vorherigen Läufe.

Am meisten beeindruckt war Peter Borsdorff aber von einer anderen, viel kleineren Zahl: 20. So viele Runden hatte der 14-jährige Yannik aus Aachen zurückgelegt. „Du bist ein großartiger Sportler”, sagte Borsdorff zu dem jungen Mann, der die Louis Braille-Schule in Düren besucht. Yannik hat eine Nervenkrankheit, die bewirkt, dass er Probleme hat, ein Glas festzuhalten oder zu gehen.

Fortbewegen kann sich der 14-Jährige zwar aus eigener Kraft, aber nur mit Hilfe einer Gehhilfe auf Rollen, einem so genannten Retro-Walker. Im langsamen Schritt-Tempo hat der junge Mann unermüdlich seine Runden gedreht.

Und zwar aus Dankbarkeit. Denn er gehört einer Klasse an, für die Peter Borsdorff schon mehrfach gespendet hat. Unter anderem konnte mit dem Spendengeld ein Selbstbehauptungskurs bezahlt werden.

Weniger Runden hat beispielsweise Mario Guedes geschafft. An dem erfolgreichen Box-Trainer aus Aachen ist kein großes Lauf-Talent verloren gegangen. „Das war das erste Mal seit Jahren, dass ich wieder eine längere Strecke gelaufen bin”, sagte Guedes, der den sich anbahnenden Muskelkater bald nach dem Lauf schon erahnte. „Aber die Aktion finde ich toll. Deswegen mache ich mit.”

Direkt nach dem Lauf verteilte Borsdorff 13 Schecks. Jeweils 500 Euro gingen an die Cornetzhofschule in Düren, die Interessengemeinschaft Sorgenkinder Merzenich, den Behindertensportclub Elsenborn in Belgien, die Eschfeldkids der Lebenshilfe Düren, die Kindertagesstätte Schikita in Aachen, den Sonderkindergarten in Düren-Rölsdorf, die Erich-Kästner-Schule in Düren, die Lebenshilfe Aachen, die Gruppe „Pänz mit Hätz” in Düren, die AWO Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt” in Rölsdorf, das Papst-Johannes-Haus in Düren und die Gereonschule in Kreuzau-Boich.

In den vergangenen zwei Wochen hatte Borsdorff sammelnderweise bei Volksläufen in der Region Gas gegeben, um einen leukämiekranken Jungen aus Aldenhoven zu unterstützen. Hier konnte er 2000 Euro zur Verfügung stellen.
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