Wunsch nach Verlegung der Tagebaurandstraße bleibt bestehen

Von: Ottmar Hansen
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Niederzier. Eine neue Spielhalle ist in Huchem-Stammeln unerwünscht. Der Bauausschuss votierte am Donnerstagabend gegen das Projekt.

Im Rathaus war die Bauvoranfrage zum Neubau eines „Entertainment-Centers” eingegangen. Es geht um ein Gebäude, in dem insgesamt 48 Geldspielgeräte aufgestellt werden sollen.

Ferner ist auf dem Gelände an der B 56 am Ortseingang von Huchem-Stammeln die Errichtung eines Werbeturmes geplant. Zwar machte der Bauausschuss unmissverständlich klar, dass man den neuen Betrieb auf einem früheren Parkplatz nicht möchte, die letztliche Entscheidung liegt allerdings bei der Kreisbehörde.

Ebenso einstimmig votierte der Ausschuss gegen den geplanten Bau einer Windparkanlage von drei bis fünf Windrädern bei Selhausen.

Schließlich habe man eigens eine besondere Fläche für die etwa 100 Meter hohen Windräder (bis zu 140 Meter Flügelspannweite) auf Gemeindegebiet ausgewiesen: In der Gemarkung des früheren Lich-Steinstraß, an der Grenze zu Titz.

Bürgermeister Hermann Heuser teilte dem Ausschuss die aktuelle Lage in Bezug auf die Verlegung der Landesstraße 264 bei Ellen mit. Wie berichtet fordern vor allem die Bürger aus Ellen eine Verlegung der Straße - weg vom Ort, hin zum Tagebaurand.

Hintergrund ist, dass der geplante Autobahnanschluss bei Ellen wesentlich mehr Verkehr auf die L 264 bringen wird.

Der Bürgermeister hatte sich zwischenzeitlich noch einmal an das NRW-Verkehrsministerium gewandt. Mit der Bitte, klarzustellen, welche Fördermittel für eine Verlegung der Straße zu erwarten sind.

Die Antwort fiel ernüchternd aus: Zwar könne die Gemeinde das Geld behalten, das RWE Power als Ersatz für den Wegfall der L 257 Richtung Morschenich zahlen müsse, mehr gebe es jedoch nicht.

„Damit fehlen immer noch eine bis eineinhalb Millionen Euro für eine Verlegung der Straße”, stellte Heuser vor dem Ausschuss nüchtern fest.

Ganz abgesehen davon, dass womöglich naturschutzrechtliche Bedenken gegen eine Verlegung der Straße in ein bereits aufgeforstetes Areal sprächen.

Dennoch werde die Gemeinde dem Wunsch der Ellener gemäß weiter massiv eine Verlegung der Straße fordern. Die Alternative, der Bau einer Lärmschutzwand, sei damit quasi vom Tisch.
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