Merzenich - Wohnformen für Senioren: Der politische Dauerbrenner

Wohnformen für Senioren: Der politische Dauerbrenner

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:

Merzenich. Die Diskussion über künftige Wohnformen für Senioren in der Gemeinde wird zu einem politischen Dauerbrenner. In der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr ging es nochmals hoch her. Gleich fünf Anträge lagen auf dem Tisch; alle zum Thema Betreutes Wohnen, seniorengerechtes Wohnen oder Mehrgenerationen-Wohnen.

So wurde es eine Sitzung mit allem, was lokale Politik so zu bieten hat: Geheime Abstimmung, namentliche Abstimmung und ein vorläufiges Ergebnis: Die Verwaltung wird beauftragt, eine Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gelände hinter dem Seniorenhaus Marienhof in Richtung Arnoldsweiler vorzubereiten und ein wohnungsbaupolitisches Gesamtkonzept für die Gemeinde Merzenich zu erstellen. Bürgermeister Peter Harzheim behielt in der teilweise hitzig geführten Debatte die Übersicht. Ihm gelang der Spagat, die fünf Anträge zu einem Paket zu bündeln. Harzheim musste nachhelfen: „Lasst uns endlich Nägel mit Köpfen machen; drei Jahre diskutieren wir schon. Wollen wir noch fünf Jahre vergehen lassen?“

Der Bürgermeister hielt zwei der Anträge für entscheidungsreif. Ein Ehepaar aus Neuss, dem ein großer Teil der Felder hinter dem Marienhof gehören, und die SPD-Forderung nach wohnungsbaulichen Gesamtkonzept lagen auf gleicher Wellenlänge. „In dem Konzept sind viele Denkmodelle möglich“, sagte SPD-Sprecher Wilfried Gooßens. „Wir wollen Jung und Alt zusammenführen“.

Eine große Ansammlung von „Betreutem Wohnen“ sei für die Gemeinde nicht besonders förderlich, meinte Dr. Maria Schoeller (CDU). Die Senioren hätten in einer Befragung Betreutes Wohnen erst auf Rang fünf gesetzt. Die Option Burgstraße (hinter dem Marienhof) dürfe man sich nicht entgehen lassen, meinte Johann Büttgen (CDF) und preschte vor. Er beantragte eine Änderung des Flächennutzungsplanes für dieses Gebiet. Und das in geheimer Abstimmung. „Die Senioren nicht länger warten lassen“ wollte Nils Dursinski (BfM/FDP).

Geheim sprachen sich 22 Ratsmitglieder bei vier Gegenstimmen dafür aus, dass „die Verwaltung beauftragt wird, die Vorbereitungen für ein Änderungsverfahren des Flächennutzungsplanes zu treffen“. Einstimmig sprach sich der Rat für den zweiten Teil des Beschlusses aus. Ein wohnungsbauliches Gesamtkonzept soll erstellt werden und Möglichkeiten seniorengerechten Wohnens aufzeigen.

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