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Witzig, bissig und politisch: die „Skunks“ im Bürgerbüro

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Fraktionstreffen à la Skunk: Verena Schloemer, Hubert Cremer, Paul Larue, Stefan Weschke und Henner Schmidt (v.l.) suchen eine neue Partnerstadt.
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Dagmar und Dietmar Nietan im Bundestagswahlkampf.
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Hoher Besuch: Angela Merkelt trifft Thomas Rachel – in Düren.

Düren. Witzig, spritzig und vor allen Dingen unglaublich bissig: Dürens alternative Karnevalisten, die „Skunks“, haben am Donnerstagabend mit ihrer 13. karnevalistischen Revue Premiere gefeiert. Und die Menschen im ausverkauften Rittersaal von Schloss Burgau waren begeistert. „Das ist ein Stück Düren, so der frühere Leiter des städtischen Jugendamtes, Manfred Savelsberg. „Und es ist einfach eine tolle Show.“

Savelsberg hat Recht: „Im Dienste der Dürener“, so ist die aktuelle Skunk-Sitzung überschrieben, ist genau so, wie man sich alternativen Karneval vorstellt: politisch, aktuell und diesmal zum Glück wieder mit einer ganz dicken Portion Lokalkolorit. Die „Skunks“ legen den Finger in die Wunde, und zwar ganz oft genau dahin, wo es am meisten weh tut. Allerdings immer mit viel Humor und ohne verletzten zu sein. Die Geschichte: Das Rathaus wird renoviert, und das Bürgerbüro ist völlig überlastet. Deswegen eröffnen die „Skunks“ auf Schloss Burgau eine Zweigstelle und bieten erstklassigen Bürgerservice.

Beispielsweise finden im der Bürgerbüro-Dependance Fraktionssitzungen mit Verena Schloemer (Anika Andreu-Kreuth), Hubert Cremer (Dirk Steiger), Paul Larue (Verena Schloemer), Stefan Weschke (Ute Albrecht) und Henner Schmidt (Andreas Bohm) statt. Die fünf Herrschaften suchen nach Partnerstadt Nummer acht für Düren. Frau Schloemer plädiert für Campagnatico in Italien wegen des guten Olivenöls, Cremer für New York wegen seiner guten Kontakte zur dortigen Feuerwehr, Schmidt für Lagos in Protugal, weil dann auch seine Frau mit dorthin reisen würde, und Stefan Weschke für das Skifahrerparadies Grenoble, weil seine Familie Wintersport liebt. Larue wünscht sich Rom als Partnerstadt – und immer einen Platz in der ersten Reihe bei der Papst-Audienz.

Es geht aber auch um den Bundeswahlkampf und Dietmar Nietans „Sie kochen den Kaffee, ich bringe den Kuchen mit“-Aktion, das Kneipensterben in der Innenstadt („Nach 22 Uhr kannst Du Düren nicht mehr spüren“) und die immer zahlreicher vorhandenen Nagelstudios in der City. Klar, dass auch Landrat Wolfgang Spelthahn und sein Prozess bei den „Skunks“ nicht ungeschoren davon kommt.

Thomas Lüttgens begeistert als amerikanischer NSA-Agent, der in Düren die neue Methode der „Nano Brain Scans“ vorstellt, mit der ab sofort Gedanken gelesen werden können. Und Kanzlerin Angela Merkel kauft an der Rur ein absolut abhörsicheres Handy – Staatssekretär Thomas Rachel hat den Deal eingefädelt.

Die „Skunks“ sind aber auch überregional unterwegs und dabei brandaktuell. Es geht um die Steuervorwürfe gegen den Bayern-Boss und die Emma-Chefredakteurin („Um den Hoeneß wird es auch immer Schwarzer“), das Outing von Fußballer Thomas Hitzlsperger und die Zuwanderungs-Abstimmung der Schweizer. Schade, für alle Dürener, die keine der knapp 1300 Eintrittskarten für die zehn Sitzungen ergattert haben. Und noch bedauerlicher, dass es in diesem Jahr keinen Zusatztermin geben wird. Ein Besuch hätte sich absolut gelohnt.

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