alemannia logo frei Teaser Freisteller

Witt: Nideggen ist „nicht nur die Schuldenkommune“

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
8949959.jpg
Will in Nideggen Bürgermeister werden: Stefan Witt, 33, Jurist. Foto: Burkhard Giesen

Nideggen. Jüngst war Stefan Witt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter auf der Dorfkirmes in Abenden. „Ich habe da eine Familie kennengelernt, die vor zwei Monaten nach Nideggen gezogen ist und sich hier sehr wohlfühlt.“ Das intakte Dorfleben, die lebendigen Vereine, Platz und Raum für die Kinder fielen im Gespräch als Stichworte.

Witt, der für die CDU und unterstützt von der MfN als Bürgermeisterkandidat im Herbst nächsten Jahres antreten wird, will genau dieses Gefühl wecken: „Mann soll wieder Lust auf Nideggen bekommen. Wir müssen uns wieder anders präsentieren. Wir sind nicht nur die Schuldenkommune, sondern müssen wieder für Gäste, Touristen und Gewerbebetriebe attraktiv werden.“

Der 33-Jährige betrachtet Nideggen auch als eine Art Herausforderung. Zehn Jahre hat er Verwaltungserfahrung auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene gesammelt, kennt das Nideggener Rathaus, wo er schon als Standesbeamter tätig war. „Mein Herz hängt an Nideggen“, sagt der Jurist, der sich auch vor den bekannt schwierigen politischen Verhältnissen nicht fürchtet.

Im Gegenteil. Witt sieht den Rat als Teil der Lösung, wünscht sich „einen lebhaften politischen Diskurs“, damit „Bürger und Politik an einem Strang ziehen“. Sätze wie „Ich werde vertreten, was die Mehrheit im Rat beschließt“ wird die Politik gerne hören. Witt sagt aber auch, dass er „gestalten möchte“ und bis zur Kommunalwahl mit einem eigenen Konzept für die Stadt antreten will.

Die Kernthemen sind dabei schon jetzt klar umrissen: die Finanzen und die demografische Entwicklung der Stadt. So müsse sich Nideggen als eine Stadt für alle Generationen präsentieren. Was bedeutet: Die älteren Mitbürger sollten verstärkt aktiv in das Leben der Stadt eingebunden werden, während jüngere Familien gezielt nach Nideggen gelockt werden sollen.

Auf eine Art neues Gemeinschaftsgefühl setzt Witt auch beim Thema Finanzen. „Wir müssen neue Spielräume für Einsparungen finden, aber gleichzeitig auch neue Einnahmen generieren“, betont er. Ist Witt, der im Dezember 34 Jahre alt wird, zu jung für den Job? „Ich bin jung, kann aber auch viele neue Ideen einbringen“, antwortet er selbstbewusst und freut sich über die ersten positiven Reaktionen: „Die Bürger begegnen mir sehr offen und ehrlich. Das schätze ich an den Nideggenern.“

Erfahrungen, die er in den kommenden Monaten bis zur Bürgermeisterwahl vertiefen möchte. „Für mich sind solche Termine wie in Abenden oder demnächst im Karneval keine Muss-Termine, ich freue mich darauf.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert