Wissenschaftler forschen auf der Dürener Annakirmes

Von: Ingo Latotzki
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Sicherheit im Blick: Prof. Gebhard Rusch (Uni Siegen), Miriam Schwedler (Uni Wuppertal), Sabina Kaczmarek (Berliner Feuerwehr), Staatssekretär Thomas Rachel), Hans Jürgen Pelzer (Feuerwehr Düren) und Stefan Holl (Forschungszentrum Jülich/von links). Foto: Ingo Latotzki

Düren. Mit der Annakirmes beschäftigt sich nun auch die Wissenschaft. Der Rummel an der Aachener Straße ist Teil eines Forschungsprojektes zur Sicherheit auf Groß-Veranstaltungen. Das Bundes-Forschungsministerium fördert das mehrjährige Projekt, das neben Düren große Events in Berlin und München untersucht.

Das Projekt, das mit BaSiGo abgekürzt wird, wurde vor rund anderthalb Jahren ins Leben gerufen. BaSiGo steht für Bausteine für sie Sicherheit von Großveranstaltungen. „Wir wollen aus der langjährigen Kirmeserfahrung lernen“, sagte am Samstag bei einem Pressegespräch auf der Dürener Feuerwache der Parlamentarische Staatssekretär im Forschungsministerium, Thomas Rachel. Düren nehme stellvertretend für die deutschen Mittelstädte teil. Hans Jürgen Pelzer, Chef der Dürener Feuerwehr, sagte, seine Behörde würde „aus den Schadenslagen anderswo lernen“. In Düren sei das Maximum an Sicherheit herausgeholt. aber jeder wisse, nicht erst seit der Katastrophe von Duisburg, dass es absolute Sicherheit nicht gebe.

Auf dem Dürener Rummel soll nun gewissermaßen am lebenden Objekt untersucht werden, wie sich Besucher verhalten. Analysiert werden etwa die Wege, die die Gäste zurücklegen. Auf dem Platz, aber auch außerhalb, auf der Hin- und abreise. Außerdem werden Besucher befragt, woher sie kommen, es wird ermittelt, wie lange sie bleiben und zu welchen Zeiten etwa besonders viele Menschen kommen oder den Platz verlassen. Wichtig für die beteiligten Universitäten ist es auch, wie schnell Kirmesbesucher einen Sanitäter oder die ausgeschilderten Fluchtwege finden.

Die Ergebnisse sollen in einigen Monaten ausgewertet werden und in Handlungsempfehlungen, beispielsweise über Merkblätter, münden, wie die Chefin der Berliner Feuerwehr Sabina Kaczmarek, Samstag in Düren sagte. Die Hauptstadtwehr ist wie die Universitäten von Wuppertal und Siegen Teilnehmer des Sicherheitsprojektes. Die Befragungen und Erhebungen werden am Dienstag, Donnerstag und Freitag vorgenommen. Teilweise werden auch Smartphones und Kameras eingesetzt. Die Daten blieben anonym und dienten nur der wissenschaftlichen Auswertung, versicherten die Verantwortlichen.

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