Radarfallen Blitzen Freisteller

Wird Maastricht Europäische Kulturhauptstadt, sitzt Düren mit im Boot

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
5205077.jpg
Hein Heidbüchel (li.) und Henner Schmidt wollen Dürens Beteiligung am Projekt Kulturhauptstadt voranbringen. Foto: B. Giesen

Düren. Mit plötzlichen Erkenntnissen ist das immer so eine Sache. „Überraschend festzustellen, ‚Wir sind Kulturhauptstadt‘ ohne je selbst etwas dafür getan zu haben, wäre schon seltsam“, sagen SPD-Fraktionsvorsitzender Henner Schmidt und Hein Heidbüchel. Wenn sich Maastricht tatsächlich im Jahr 2018 mit dem Titel Europäische Kulturhauptstadt schmücken kann, dann ist die Stadt Düren automatisch mit im Kultur-Boot – Maastricht und die Euregio Maas-Rhein kandidieren gemeinsam.

„Es ist das Verdienst von Dr. Renate Goldmann, dass wir überhaupt beteiligt sind. Aber eben nur mit dem Leopold-Hoesch-Museum“, sagt Henner Schmidt. „Unser Kulturbegriff ist aber deutlich weiter gefasst.“

Um die Diskussion über den Beitrag der Stadt Düren kurz vor Toresschluss – am 12. Juli ist Abgabeschluss für Vorschläge – endlich in Gang zu bringen, hat Hein Heidbüchel für die SPD eine Ideensammlung unter dem Motor „Kultur am Fluss / Kultur im Fluss“ zu Papier gebracht. Kern der Idee: Die Region von Zerkall bis Linnich entlang der Rur in allen Facetten miteinzubeziehen. Heidbüchel stützt sich dabei unter anderem auf die Industriekultur – von der Herstellung von Büttenpapier in Zerkall bis zur Papier-, Tuch- und Teppichindustrie in Düren. Vor allem geht es der SPD aber darum, Schlaglichter zu finden, das Spektrum der Möglichkeiten aufzuzeigen, um mit eigenen Ideen die Maastrichter Bewerbung zu stärken.

Henner Schmidt hat dafür einige Beispiele parat: Zum Beispiel könnte man Cappella Villa Duria anfragen, ob sie an der Staumauer des Rursees Händels Wassermusik aufführen. Man könnte auch über ein gemeinsames Euregio-Jazzfestival nachdenken, so Schmidt weiter. Er wundert sich, dass die Stadt selbst bisher nicht tätig geworden ist. „Wir haben die Euregionale schon verpasst. Hier gibt es nun einen Riesenchance, die wir nutzen müssen. Ein besseres Marketing für Düren gibt es nicht“, sagt er und ruft Kulturinteressierte dazu auf, sich an der Entwicklung von Ideen zu beteiligen.

Parallel will Schmidt einen Antrag an die Stadt stellen, damit der Beitrag der Stadt kurzfristig die entsprechende Priorität erhält: „Da muss sich endlich der Bürgermeister drum kümmern.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert