„Wir hätten uns ein paar Daten mehr gewünscht”

Von: Dietmar Engels
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Alle Haus- und WohnungseigentÀ
Alle Haus- und Wohnungseigentümer müssen im Rahmen des „Zensus 2011” einen Fragebogen ausfüllen. Unser Bild zeigt einen Blick in die Dürener Holzstraße. Foto: Dietmar Engels

Düren. Wie alle Grundstückseigentümer in der Republik haben alle Dürener haben alle Grund- und Hausbesitzer einen besonderen Erhebungsbogen im Rahmen des „Zensus 2011” bekommen. Wird die Stadt Düren nach der Auswertung in bau- und planungsrechtlicher Hinsicht von der Erhebung profitieren können?

„Durchaus”, sagt Hubert Victor von der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung und Statistik im Rathaus, aber: „Wir hätten uns ein paar Daten mehr gewünscht”.

Keine Frage zur Energieart

Die zu beantworteten Fragen beziehen sich nur auf grundsätzliche Dinge. So wird zum Beispiel zwar nach der Art der Heizung gefragt, nicht aber zum Beispiel nach der verwendeten Energieart. Auch fehlen Fragen danach, ob und gegebenenfalls wann der jeweilige Besitzer eine alternative Energieform einsetzen will. Auch die Fragen zur Ausstattung der Wohnung oder des Wohnhauses sind sehr allgemein gehalten. Das betrifft insbesondere den Sanitärbereich. Was Toilette, Badewanne oder Dusche anbelangt, so ist nur ein simples Ja oder Nein vorgesehen. Mehrfachausstattungen werden nicht abgefragt.

Kleinster gemeinsamer Nenner

Die Datensammler wollen außerdem nur noch wissen, wann das jeweilige Gebäude errichtet worden ist, wie groß die Wohnfläche ist und wie viel Menschen in der Wohnung zu Hause sind.

„Für den Bereich Bau und Planung sind diese Angaben schon nützlich”, sagt Hubert Victor. „Viele Erkenntnisse kann man daraus aber nicht gewinnen.” Der städtische Statistiker mutmaßt, dass es sich bei dem Fragebogen um den „kleinsten gemeinsamen Nenner” handelt. Victor: „Immerhin bekommen die kommunalen Behörden erstmals nach rund 30 Jahren wieder eine aktuelle Bestandsaufnahme an die Hand. Seit der letzten Gebäudezählung im Rahmen einer Volkszählung hat sich natürlich eine Menge geändert.”

Victor bedauert, dass die Städte und Gemeinden trotz der Initiativen der jeweiligen Interessenvertretungen (Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag und andere) an der Abfassung des Fragebogens „überhaupt nicht beteiligt waren”.

Ausfüllen online möglich

Der besagte Fragebogen kann übrigens auch über das Internet ausgefüllt werden. Das erspart das Porto für die Rücksendung (immerhin 1,45 Euro, die man ansonsten selbst bezahlen muss). Alle Grundstücksbesitzer sind zur Beantwortung der Fragen verpflichtet. Wer sich verweigert, muss mit einem Bußgeld rechnen: 150 Euro oder auch mehr...
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