Düren - Winterschlussverkauf: Für Händler ein beliebtes Marketinginstrument

Winterschlussverkauf: Für Händler ein beliebtes Marketinginstrument

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:

Düren. „Die Leute willen nicht unbedingt den Winterschlussverkauf, aber sie wollen Schnäppchen machen.“ Grundsätzlich, so Jörg Hamel, Geschäftsführer des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Aachen-Düren-Köln, sei der Winterschlussverkauf aber immer noch tief verankert in den Herzen der Bürger.

„Die Menschen kennen diesen Termin und rechnen damit, dass Waren reduziert sind.“ Viele Händler hätten allerdings schon kurz nach Weihnachten reduziert. Jörg Hamel: „Das Weihnachtsgeschäft hat die Erwartungen nicht erfüllt. Unter anderem auch wegen der hohen Temperaturen.“

Dazu komme, erklärt der Geschäftsmann, dass etwa ein Drittel der Menschen ihre Einkaufsfahrten in die Innenstädte reduzieren würden. „Weil sie immer mehr online einkaufen. Das belegen Studien. Und wir rechnen damit, dass das Onlinegeschäft in diesem Jahr um weitere 17 Prozent zulegen wird.“

Der Winterschlussverkauf (WSV) locke jedoch wieder vermehrt Leute in die Stadt. „Sich Sonderangebote genau anzugucken, Preise zu vergleichen, Kleidung anzuprobieren“, so Hamel, „das alles ist eben im Internet nicht möglich.“

Auch Daniel Böttke, Manager des Dürener Stadtcenters, hält den WSV für ein sehr starkes Marketing-Instrument. Böttke: „Wir hatten einen Dezember mit zweistelligen Plusgraden, da macht es nicht wirklich Spaß, Wintersachen zu kaufen. Die Winterlager sind voll.“ Der Schnäppchengedanke, so Böttke, weiter, spiele bei den Kunden eigentlich immer eine große Rolle. Obwohl: „Die erste Woche des Winterschlussverkaufes war nicht so berauschend“, so der Center-Manager. „Mal sehen, wie es weitergeht, wenn das neue Geld auf dem Konto ist.“

Rainer Guthausen, Vorsitzender der IG City, glaubt, dass viele Händler, die jetzt ihre Waren zu massiv reduzierten Preisen anbieten, an Geld kommen müssen, um an neue Waren zu kommen. „Es ist ja kein Geheimnis“, so Guthausen, „dass wir in Düren unter einem Kaufkraftverlust leiden und eine andere Käuferschicht haben als vielleicht noch vor zehn oder 20 Jahren. Und das macht sich leider auch in den Kassen der Händler bemerkbar.“ Auch Guthausen glaubt, dass während des Schlussverkaufes mehr Menschen in die Stadt kommen. „Aber die Frage ist, wie erfolgreich das ist, wenn die Kunden sich einen Pullover für fünf Euro kaufen.“

Für Ulf Minartz, der mit seiner Frau ein Damenbekleidungsgeschäft in der Kölnstraße betreibt, ist der Winterschlussverkauf derzeit kein Thema. „Wir hatten schon vor Weihnachten reduziert und haben die Wintersachen sehr gut verkauft.“ Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Damen die jetzt zum Einkaufen kämen, eher Neuwaren wollten. „Das ist für uns natürlich eine positive Entwicklung“, so Minartz.

Uwe Gunkel, Inhaber eines Elektrofachgeschäftes, hat in seinem Laden einen „Inventurverkauf“ angeboten. „Ein Schlussverkauf“, sagt er, „ist für mich kein Thema. Für Bekleidungsgeschäfte sind die Rabatte nach aber eine Möglichkeit, das Geschäft noch einmal anzukurbeln. Weil aufgrund des Wetters bei den meisten de facto kein Wintergeschäft stattgefunden hat.“ Angermerkt

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