Langerwehe - Windräder zwischen Langerwehe und Düren?

Windräder zwischen Langerwehe und Düren?

Von: kin
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Langerwehe. „Gerade in Sachen Windenergie hat es eine enorme Entwicklung gegeben, die Windräder sind viel leistungsstärker und leiser als noch vor zehn, 20 Jahren.”

Diplom-Ingenieur Hans-Willi Schruff von der Firma „Regenerative Energie Anlage Management ist zu Gast bei einer Informationsveranstaltung in Langerwehe. Der Arbeitskreis „Klima und Energie” der Langerweher Zukunftswerkstatt hatte eingeladen, um über die beiden geplanten Windkraftanlagen zwischen Düren und der Töpfergemeinde zu informieren.

Wie die „DN” bereits berichtet haben, sollen westlich von Echtz acht neue Windräder entstehen, die höher sind als der Kölner Dom. Sechs Windräder werden auf dem Gebiet der Stadt Düren geplant, zwei auf Langerweher Gemeindegebiet. „Wir wissen”, so Walter Jordans vom Team der Zukunftswerkstatt, „dass es viele Ängste und Sorgen wegen der Windräder gibt, deswegen möchten wir frühzeitig über den Stand der Planungen informieren”. Knapp 80 Leute waren immerhin der Einladung zu der Info-Veranstaltung gefolgt.

Das Land Nordrhein-Westfalen, so Schruff in seinem Vortrag, plane einen so genannten Windenergieerlass. Gerade in der Nähe von Autobahnen sollen demnach Flächen für Windparks ausgewiesen werden. Schruff: „Der Standort zwischen Düren und Langerwehe ist ideal. Wir haben da sehr gute Windverhältnisse, der Abstand zur nächsten Wohnbebauung ist groß genug.”

Finanziell würde ein Windpark für die Gemeinde Langerwehe auch Vorteile bringen. Ein Windpark, so die Meinung des Experten, würden der Gemeinde in 20 Jahren etwa 200.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen bescheren. Darüber hinaus wollen Hans-Willi Schruff und seine Mitstreiter auch eine Bürgerbeteiligung möglich machen. Schruff: „Wichtig ist, dass wir die Windparks nicht an den Bürgern vorbei planen. Wir stehen ja noch ganz am Anfang der Überlegungen, es ist noch nichts entschieden. Wir versprechen aber, dass unsere Planungen immer öffentlich und für die Bürger nachvollziehbar sein werden.” Klar, dass vor dem Bau der Anlagen umfangreiche Gutachten in Bezug auf Schall, Schattenwurf und Emissionswerte der Windkraftanlagen eingeholt werden, Auch Vogel- und Fledermausgutachten sind vorgeschrieben. „Eins ist aber auch klar”, so Schruff, „mit einem modernen Windrad sparen wir 5 000 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr ein.”
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